Von der OP zu 183 km: Van Aerts Trainingsbilder aus Spanien deuten auf frühes Comeback bei den Frühjahrsklassikern hin

Radsport
Freitag, 23 Januar 2026 um 19:00
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Zuversicht ist inzwischen zu etwas deutlich Greifbarerem geworden. Die neuesten Bilder, die Wout van Aert auf Instagram geteilt hat – aus Vismas Trainingslager in Spanien – zeigen einen Fahrer, der bereits wieder voll im Belastungsmodus steckt, nicht vorsichtig ein Sprunggelenk testet, sondern trainiert, als blieben die Ziele im Frühjahr unangetastet.
Die Fotos sprechen für sich. Lange Stunden im Sattel, eine 183-Kilometer-Ausfahrt mit knapp 4.000 Höhenmetern, Krafttraining, entspannte Momente mit Teamkollegen und sogar schnelle Abfahrten mit Geschwindigkeiten nahe 80 km/h. Das ist nicht das Profil eines Fahrers, der ein Problem schont. Es ist das Profil eines Fahrers, der Rhythmus und Selbstvertrauen zügig wieder aufbaut.

Vom Wintersturz zum Winterumfang

Van Aerts Winter wurde im verschneiten Zilvermeercross in Mol jäh gestoppt, als er sich den Knöchel brach und seine Cross-Saison vorzeitig beenden musste. Es folgte eine Operation und damit die nachvollziehbare Sorge, wie stark diese Unterbrechung seinen Straßenaufbau beeinträchtigen würde.
Im Team Visma | Lease a Bike blieb die Botschaft damals ruhig. Die Verletzung war ernst genug, um Respekt zu verlangen, doch die Genesung machte planmäßig Fortschritte. Die Spanien-Bilder liefern nun die Bestätigung, dass dieses Vertrauen begründet war.
Entscheidend: Van Aerts Rückkehr zu Umfang verläuft ohne Drama. Schwellungen gehören zum Prozess, wurden klar benannt, doch das Sprunggelenk hindert ihn, einmal eingeklickt, nicht am normalen Training. Der Schwerpunkt hat sich schnell von der Erholung zur Vorbereitung verschoben.

Warum die Bilder zählen

Dieses Update lebt nicht von Worten. Van Aerts öffentliche Aussagen zur Verletzung waren seit dem Medientag bekannt. Neu ist hier der Beleg.
Trainingsbilder sind in dieser Saisonphase relevant, weil sie zeigen, wie nah ein Fahrer an der Normalität ist. Lockere Rollouts kann man inszenieren. Eine 183-Kilometer-Grundlagenausfahrt, wiederholte Anstiege und schnelle Abfahrten nicht. Diese Details deuten darauf hin, dass der Knöchel nicht mehr die täglichen Grenzen vorgibt.
Für Visma ist das bedeutsam. Van Aerts Frühjahrsziele hängen stärker von Kontinuität ab als von Januar-Topform. Ein verpasstes Cross-Finale schmerzt, aber Wochen verlorener Winterstruktur wären deutlich gravierender gewesen. Der Spanien-Block legt nahe, dass dieses Szenario verhindert wurde.

Frühjahr bleibt der Bezugspunkt

Offiziell wurde an Van Aerts Programm nichts geändert. Der Plan bleibt, seine Straßensaison beim Omloop Het Nieuwsblad zu eröffnen, mit dem weiteren Klassikerblock als klarem Schwerpunkt seiner Kampagne.
Fazit zum jetzigen Zeitpunkt: Es gibt keinen Grund, voreilige Schlüsse zu ziehen. Der Trend ist jedoch ermutigend. Nach der Operation und einer kurzen Erholungsphase scheint Van Aert die Unsicherheit hinter sich gelassen zu haben und kehrt in vertrautes Fahrwasser zurück.
Für einen Fahrer, dessen letzte Saisons mehrfach durchkreuzt wurden, ist das womöglich das wichtigste Signal.
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