Die Möglichkeit einer späten Programmänderung stand im Raum. Jetzt ist diese Tür endgültig zu.
Team Visma | Lease a Bike hat bestätigt, dass
Wout van Aert nicht die
E3 Saxo Classic bestreitet. Damit endet die mehrtägige Spekulation über eine kurzfristige Nominierung und es unterstreicht die klare, gezielte Ausrichtung auf die Kopfsteinpflaster-Monumente.
Die Unsicherheit war nach Mailand–Sanremo entstanden, wo Van Aert nach einem Sturz zurückkam und das Podium erreichte. Da Krankheit die Teamauswahl beeinflusste und die Planungen noch liefen, blieb Spielraum für die Frage, ob er am Freitag doch noch nachrücken könnte.
Wie HLN berichtet, wird dieses Szenario nicht eintreten. Der ursprüngliche Plan bleibt bestehen.
Ein kalkulierter Weg zu den Monumenten
Statt ein weiteres Rennen hinzuzufügen, richtet sich Van Aerts Aufbau auf das, was als Nächstes kommt. Der Fokus liegt nicht auf kurzfristigen Rennchancen, sondern darauf, die Ronde van Vlaanderen und Paris–Roubaix in Topform anzugehen.
Dieser Ansatz lässt wenig Raum für Abweichungen. Ein Start bei der E3 hätte in einer Kalenderphase mit höchster Präzision wertvolle Trainingszeit gekostet. Stattdessen rückt die kontrollierte Vorbereitung in den Vordergrund, die Rennhärte mit den spezifischen Anforderungen der nahenden Pflaster-Monumente ausbalanciert.
Keine Kursänderung trotz Sanremo-Schwung
Van Aerts Auftritt in Sanremo, trotz Widrigkeiten, hätte leicht zu einem Umdenken führen können. Ein Podiumsplatz auf die harte Tour deutete auf starke Basisform hin.
Doch die Entscheidung, in Harelbeke nicht zu starten, zeigt, dass Visma dieser Versuchung widersteht. Der Plan wird nicht aufgrund kurzfristiger Signale angepasst, sondern mit Blick auf die großen Ziele beibehalten. Diese Klarheit spiegelt auch den Charakter von Van Aerts Frühjahr. In Flandern und Roubaix sind die Abstände zu schmal, um die Vorbereitung auch nur minimal zu kompromittieren.
Verantwortung verschiebt sich innerhalb von Visma
Ohne Van Aert geht die Kapitänsrolle bei der
E3 Saxo Classic intern weiter.
Christophe Laporte wird zur Schlüsselfigur, getragen von einer Formation, die auf kollektive Stärke statt einen dominanten Anführer setzt. Sein früheres Resultat im Rennen liefert einen klaren Bezugspunkt, doch die Dynamik wird ohne Van Aert zwangsläufig anders sein.
Für Visma ist das jedoch zweitrangig. Die Priorität ist gesetzt. Die Spekulationen sind beendet. Der Fokus ist fixiert. Und für Van Aert führt nun alles zu den Rennen, die am meisten zählen.
Team Visma | Lease a Bike für die E3 Saxo Classic 2026
| Christophe Laporte |
| Edoardo Affini |
| Per Strand Hagenes |
| Axel Zingle |
| Filippo Fiorelli |
| Timo Kielich |
| Owain Doull |