Streckenprofil & Route E3 Saxo Classic 2026

Radsport
Montag, 23 März 2026 um 11:00
Profil_E3SaxoClassic2026
Am 27.03. stellt sich das Peloton der E3 Saxo Classic, oft als „Mini-Ronde van Vlaanderen“ bezeichnet. Mit Paterberg und Oude Kwaremont auf dem Programm ist sie dem ersten Kopfsteinpflaster-Monument am ähnlichsten und zentraler Baustein vieler Frühjahrspläne. Wir blicken auf das Profil; Start und Ziel sind auf 12:50 bzw. 17:10 Uhr CET geschätzt.
Die Premiere des Rennens datiert auf 1958, Sieger war Armand Desmet. Belgien-Ikone Rik van Looy gewann viermal zwischen 1964 und 1968, direkt danach prägte auch Roger De Vlaeminck die Historie. E3 besitzt nicht die Palmarès der Ronde, liegt aber dicht dahinter – so umkämpft, dass selbst Eddy Merckx trotz mehrerer Anläufe nie triumphierte.
Auch einige Sprinter setzten hier Akzente, darunter Mario Cipollini 1993 und zuletzt natürlich Peter Sagan. Die Flandrien-Legenden waren über Generationen präsent und erfolgreich: Johan Museeuw, Peter Van Petegem, Tom Boonen (vier Siege in Serie 2004 bis 2007)... Fabian Cancellara gewann dreimal; zudem trugen sich Geraint Thomas, Michal Kwiatkowski, Greg Van Avermaet, Niki Terpstra, Zdenek Stybar und Kasper Asgreen ein.
2022 und 2023 siegte Wout van Aert, zuletzt wohl sein wertvollster Erfolg im direkten Duell mit Mathieu van der Poel und Tadej Pogacar. In den vergangenen zwei Jahren gewann jedoch van der Poel unangefochten – 2025 mit einer langen Soloattacke vor Mads Pedersen.

Profil: Harelbeke - Harelbeke

Profil_E3SaxoClassic2026
Harelbeke - Harelbeke, 208,5 Kilometer
Dies ist die „Mini-Ronde“, in der Realität aber nicht weit vom belgischen Monument entfernt. Eine Rennstunde weniger als beim zweiten Monument der Saison, doch das Profil ist sehr ähnlich und die Entscheidung fällt über nahezu identische Anstiege.
Mit 209 Kilometern bleibt es ein langes Rennen. Rund 100 Kilometer vor dem Ziel steigt die Aktivität, wenn das Feld in die Hellingenzone fährt. Die Strecke wurde angepasst und – im Trend der Zeit – verschärft: Eine zweite Passage des Oude Kwaremont wurde eingefügt. Wie bei der Ronde ist dies der erste Schlüsselpunkt, er liegt 85 Kilometer vor dem Ziel.
Von dort folgen die kurzen Anstiege – teils mit Kopfsteinpflaster – Schlag auf Schlag. Hotondberg, Kortekeer, Taaienberg (70 km vor dem Ziel) markieren die Fortsetzung der ersten Schlüsselphase; es folgen Boigneberg und Eikenberg. Letzterer ist ein 1,2 Kilometer langer Pflasterabschnitt mit 5%, der 59 Kilometer vor dem Ziel endet. Danach warten ein paar flache Kilometer.
Dann kommt der Knackpunkt. Anders als bei der Ronde ist hier die Reihenfolge umgedreht: Das Duo Paterberg/Oude Kwaremont beginnt mit dem kurzen, steilen Paterberg, 42 Kilometer vor dem Ziel. Noch weit bis Harelbeke, aber die Härte richtet im Feld unweigerlich Schaden an.
Mit 37 Kilometern verbleibend folgt der Oude Kwaremont. In rascher Abfolge bieten diese beiden Anstiege die Startrampe für die Hauptattacken der Favoriten, die auf den Hellingen die Entscheidung suchen. Bei 30 und 19 Kilometern stehen weitere kurze Anstiege an, dazu ein Pflastersektor 22 Kilometer vor dem Ziel. Sie sind weniger hart, können nach einem schweren Rennverlauf jedoch zusätzlichen Unterschied erzeugen – wahrscheinlicher ist jedoch, dass Gruppen ihre Abstände stabilisieren.
Die finalen 20 Kilometer sind praktisch topfeben. Eine organisierte Verfolgung ist möglich, um kleinere Gruppen oder einen Solisten zu stellen. Dieser Flachteil erzwingt taktische Entscheidungen und ist für den Ausgang entscheidend. Hier lassen sich zwar Nachführzüge aufziehen, doch große Lücken sind bei E3 zu diesem Zeitpunkt häufig. Wer um den Sieg fährt und den Flachteil an der Spitze erreicht, hat den Vorteil.
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