Der Teide gilt seit Langem als eine der verlässlichsten Höhentrainingsbasen im Radsport, ein Ort, an den Fahrerinnen, Fahrer und Teams für kontrollierte Trainingsblöcke fernab des Renntrubels reisen. Doch binnen weniger Tage wurde dieses vertraute Bild gleich zweimal gestört: erst durch die Panne, die
Remco Evenepoel strandete, und nun durch einen eiligen Abbruch bei
Demi Vollering.
Vollerings jüngstes Trainingslager auf Teneriffa endete alles andere als gewohnt ruhig. Nachdem sie augenscheinlich die letzten Schlüsseleinheiten ihres Blocks absolviert hatte, mussten die niederländische Topfahrerin und ihr Team
FDJ - Suez den Teide rasch verlassen, nachdem vor sich verschlechternden Bedingungen und Straßensperren am Berg gewarnt worden war. Aus einer Routineabreise wurde ein Wettlauf, um rechtzeitig abzusteigen, bevor sich die Lage weiter zuspitzte.
Vollering reist ab, während sich die Bedingungen verschlechtern
Vollering hatte bereits signalisiert, dass ihr Höhentrainingsblock zu Ende geht, doch die Art ihrer Abreise war alles andere als Routine. Mit zunehmender Wetterverschlechterung und eingeschränktem Zugang erhielt das Team die Anweisung, ohne Verzögerung ins Tal zu fahren.
In einer kurzen Instagram-Story fasste sie den ungewöhnlichen Abbruch zusammen: „Tschüss Teide, seltsam, dich so zu verlassen.“
Die Niederländerin konnte den Berg sicher verlassen und weitere Komplikationen vermeiden, während sich die Lage weiter veränderte.
Evenepoel brauchte zuvor Polizeieskorte
Wenige Tage zuvor war Evenepoel am selben Berg vom raschen Wetterumschwung überrascht worden. Schnee und Straßensperren verhinderten die planmäßige Abfahrt, sodass die Abreise vom Teide vorübergehend gestoppt werden musste.
Vor der Etappe 1 der Katalonien-Rundfahrt
bestätigte Evenepoel, dass er Hilfe für die Ausreise benötigte. „Am Ende war es eigentlich ziemlich einfach. Nur eine Polizeieskorte“, sagte er, nachdem zunächst Sorgen um seine Anreise zum Rennen aufgekommen waren.
Er startete anschließend ohne Probleme und fuhr sofort vorne mit, Platz zwei auf der Auftaktetappe.
Remco Evenepoel erreichte die Volta a Catalunya 2026 sicher
Seltene Störung an einem bewährten Trainingsstützpunkt
Der Teide bleibt eines der am häufigsten genutzten Höhenlager im Peloton, auf das Männer- wie Frauenteams während der Saison setzen. Die aufeinanderfolgenden Vorfälle um Vollering und Evenepoel zeigen, wie schnell sich die Bedingungen dort ändern können.
Für Vollering bedeutet die Unterbrechung ein vorzeitiges Ende ihres jüngsten Blocks vor der Rückkehr ins Renngeschehen. Für Evenepoel blieb die Störung kurz, seine Leistung in Katalonien zeigte keine unmittelbaren Folgen.
Beide Fälle gehen jedoch auf dieselbe Phase instabilen Wetters zurück, die Teneriffa in den vergangenen Tagen getroffen hat und Teams dazu zwingt, ihre Pläne an einem der vertrautesten Trainingsorte des Radsports anzupassen.