Traditionsreiches U23-Rennen führt ein „Start gegen Bezahlung“-Modell ein ... und die UCI greift umgehend ein!

Radsport
Dienstag, 12 Mai 2026 um 8:00
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Neben der Tour de l'Avenir zählt der Giro Next Gen zu den größten U23-Etappenrennen im UCI-Kalender, bei den Eintagesrennen nur World- und Europameisterschaften nachgeordnet. Mit legendären Siegern wie Marco Pantani, Francesco Moser, Gilberto Simoni oder Danilo Di Luca genießt das italienische Rennen enormes Prestige in der Radsportwelt, und jede Nachwuchsformation möchte Teil dieses Erbes sein.

RCS Sport fordert 10.000 € Startgebühr – UCI widerspricht

Mit bis zu (und teils über) 50 Bewerbungen für maximal 30–35 Teamplätze stehen die Organisatoren regelmäßig vor harten Auswahlentscheidungen – angenehme Sorgen, so schien es. Doch die inzwischen benannte Veranstalterin RCS Sport hat einen radikalen Schritt gewählt: Sie verlangt von teilnehmenden Teams 10.000 €, um beim Giro Next Gen 2026 starten zu dürfen, berichtet Ciclismoweb.
Die Reaktion folgte umgehend: Acht zuvor eingeladene italienische Continental-Teams legten beim FCI (Italienischer Radsportverband) ein formelles Schreiben vor und erklärten, unter diesen Bedingungen nicht an der Ausgabe 2026 teilnehmen zu wollen.
Der überraschte FCI leitete die Nachricht an die UCI weiter, die bereits durch Beschwerden von Development-Teams aus WorldTour-Formationen alarmiert worden war. Diese beriefen sich auf den UCI-Regelartikel, der festlegt, dass Veranstalter von den teilnehmenden Teams keine Startgebühr verlangen dürfen.
Die Antwort der UCI war ausnahmsweise klar und knapp: RCS Sport darf von eingeladenen Teams beim Giro d'Italia U23 keine Teilnahmebeiträge fordern.
Tom Pidcock gewann 2020 den Giro Next Gen und startete damit seine Profi-Karriere
Tom Pidcock gewann den Giro Next Gen im Jahr 2020 und startete damit seine Profi-Karriere
Doch woher stammt diese Idee überhaupt?
Die Wurzeln liegen beim Pendant Tour de l'Avenir. Die „Mini-Tour de France“ wechselt von der Nations Cup-Kategorie (die es 2026 nicht mehr gibt) zu einem regulären U23-Rennen mit Trade-Teams am Start. Und laut Gerüchten hat das transalpine Rennen 10.600 € pro Team gefordert, um bei der Ausgabe 2026 starten zu dürfen.
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