„Er ist unglaublich motiviert“: Bruyneel ist von Paul Magniers starkem Giro-Start nicht überrascht

Radsport
Dienstag, 12 Mai 2026 um 7:00
Paul Magnier
Paul Magnier war der Star des Giro d’Italia‑Eröffnungswochenendes in Bulgarien mit zwei Sprintetappensiegen, bei denen er jeweils den erwarteten Dominator der Massensprints, Jonathan Milan, überflügelte. Damit bestätigte der Soudal – Quick-Step‑Fahrer in den Augen aller Experten, darunter auch Johan Bruyneel, seinen Aufstieg zum kommenden Topnamen.

Paul Magnier dominiert das Eröffnungswochenende mit zwei Sprintsiegen

Vor allem nach der dritten Etappe zeigte sich Bruyneel beeindruckt von der taktischen Reife des Franzosen in einem nervösen Autobahn-Sprint: „Magnier war perfekt positioniert. Unibet Rose Rockets haben einen starken Lead-out gefahren, aber Groenewegen war etwas überrascht, als Milan mit hoher Geschwindigkeit von hinten kam. Und er verlor den Kampf mit Magnier um Milans Hinterrad. Genau dort werden Sprintduelle entschieden“, analysierte er im Podcast The Move.
Mit zwei Etappensiegen und der Maglia Ciclamino ist es ein bemerkenswerter Start für den 22‑Jährigen. „Ich bin nicht überrascht, dass Magnier gewonnen hat. Er ist unglaublich motiviert, das Team macht einen großartigen Job. Zwei aus drei für ihn — ein starker Auftakt.“
Magnier wird bei jedem anstehenden Sprintankunft erneut der klare Favorit sein, doch Groenewegen wirkt nach seinem Auftritt in Bulgarien als gefährlichster Herausforderer. „Er war enttäuscht von sich, denn er ist hierhergekommen, um zu gewinnen. Aber er kam mit viel Speed zurück“, analysierte Bruyneel. „Er gab sich selbst die Schuld, weil er zu lange gewartet hat. Aber er kann bei diesem Giro auf jeden Fall eine Etappe gewinnen.“

UAE steht vor einer heiklen Lage

Während Quick-Step allen Grund zur Freude hat, hat eines der Teams ohne klar definiertes Giro‑Ziel, UAE Team Emirates – XRG, bei dem Sturz auf Etappe 2 drei Schlüsselakteure verloren und scheint für die verbleibenden 18 Tage in Italien einen Großteil seiner Perspektive eingebüßt zu haben.
„Schauen wir, was bei ihnen passiert. Es gibt genügend Möglichkeiten für ihre Fahrer, aber sie müssen den Schalter umlegen. Für manche können es wunderbare drei Wochen werden — doch es läuft nicht immer, wie man will. UAE hatte schon vor dem Giro Pech. Jetzt sind drei weitere Fahrer zu dieser Liste hinzugekommen.“
Von den Verbliebenen eröffnen sich den Youngstern Jan Christen und António Morgado einzigartige Chancen, in einzelnen Etappen eine Führungsrolle zu übernehmen: „Jemand wie Jan Christen hat große Ambitionen. Für ihn können es immer noch zwei starke Wochen werden. Dasselbe gilt für António Morgado. Ich mag es nicht, wenn Leute sagen, sie wollen Etappen gewinnen: Fangt damit an, eine zu gewinnen.“
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