Tim Merlier gehört zu den stärksten Sprintern im aktuellen Peloton und sollte
gemeinsam mit Jonathan Milan das Wüstensprint-Duell bei der AlUla Tour anführen. Das ist jedoch vom Tisch, denn der Fahrer von
Soudal - Quick-Step zog sich im vergangenen Monat eine Knieverletzung zu und arbeitet noch am Formaufbau.
Der Belgier, im Vorjahr 16-facher Sieger – darunter die Etappen 1 und 3 des Saudi-Rennens –, war auf den schnellen Finalen außergewöhnlich effizient. Nach dem Abschied von Remco Evenepoel ist der 33-Jährige womöglich die zentrale Figur des Teams, eine Rückkehr zur Tour de France im kommenden Sommer gilt als nahezu sicher. Der Saisonauftakt in Saudi-Arabien lässt sich jedoch nicht mehr realisieren.
„Die
AlUla Tour ist ausgeschlossen“, bestätigte Merlier bei
Sporza am Medientag von
Soudal - Quick-Step. „Ich starte meine Saison erst, wenn ich mich bereit fühle und die Trainer zustimmen. Dann legen wir ein Datum fest. Wir schauen, wie es sich entwickelt. Es ist zu früh, um zu sagen, wo ich jetzt beginne.“
Auslöser war ein Cross-Einsatz Anfang Dezember. Die Schmerzen zwangen ihn letztlich zu einer Pause vom Rad und führten dazu, dass er die anvisierten Crossrennen im Weihnachtsblock auslassen musste. Inzwischen ist er beschwerdefrei, hinkt dem Plan aber hinterher.
„Mit Ruhe ist es abgeklungen. Hier im Trainingslager in Spanien ist es nicht leicht. Den vollen Anschluss an die Mannschaft habe ich noch nicht.“ Entsprechend ist offen, wo der Belgier seine Saison eröffnet. An den Hauptzielen soll sich jedoch wenig ändern. „Was erhoffe ich mir? Topform für die Klassikerphase.“ Dort stehen voraussichtlich die Ronde van Brugge, Middelkerke-Wevelgem, der Scheldeprijs und Paris-Roubaix im Programm.