„Wir können es nicht ändern“ – Jonas Vingegaard akzeptiert Zeitfahr-Rückschlag bei Paris–Nizza

Radsport
durch Nic Gayer
Mittwoch, 11 März 2026 um 13:00
Jonas Vingegaard
Nach der ersten großen Verschiebung im Gesamtklassement von Paris-Nizza startet Jonas Vingegaard in die 4. Etappe mit einer klaren Aufgabe: die Zeitverluste aus dem Mannschaftszeitfahren vom Dienstag wieder wettmachen.
Der Leader des Team Visma - Lease a Bike liegt derzeit 17 Sekunden hinter Spitzenreiter Juan Ayuso. Seine Mannschaft beendete das 23,5 Kilometer lange Teamzeitfahren nur auf Rang vier. Dieses Ergebnis ordnete den frühen Kampf um das Gesamtklassement neu und zwang das Team zu einer strategischen Anpassung für den weiteren Rennverlauf.

Visma reflektiert verpasste Chance

Vor dem Start der 4. Etappe stellte Vingegaard klar, dass der Fokus bereits nach vorn gerichtet ist. Die Enttäuschung über den Vortag soll das Team nicht länger aufhalten.
Jonas Vingegaard (Team Visma - Lease a Bike) startet bei Paris-Nizza die Aufholjagd im Gesamtklassement 
Jonas Vingegaard (Team Visma - Lease a Bike) startet bei Paris-Nizza die Aufholjagd im Gesamtklassement 
„Natürlich hatten wir uns gestern etwas mehr erhofft, aber wir haben Zeit verloren, und so ist es nun mal“, sagte er im Gespräch mit Cycling Pro Net. „Wir können es nicht ändern. Wir müssen einfach unser Bestes geben und schauen, was wir von hier an machen können.“
Das Mannschaftszeitfahren bot den Favoriten eine der ersten Chancen, größere Zeitabstände herauszufahren. Das Team Visma - Lease a Bike setzte zunächst sogar die Bestzeit und stoppte die Uhr nach 26 Minuten und 55 Sekunden.
Doch mehrere Teams unterboten anschließend diese Marke. Zunächst waren das Decathlon - AG2R La Mondiale Team und Lidl Trek, bevor schließlich das Team INEOS Grenadiers den Etappensieg sicherte.
Vingegaard erreichte das Ziel gemeinsam mit seinen Teamkollegen Davide Piganzoli und Bruno Armirail. Das Trio erhielt dadurch dieselbe Zeit. Dennoch räumte der Däne ein, dass seine Mannschaft nicht ihr bestes Niveau zeigte. „Es hängt auch davon ab, ob die Fahrer die Beine haben“, erklärte er. „Natürlich haben wir nicht unser bestes Mannschaftszeitfahren gezeigt, aber künftig können wir es besser machen. Das ist etwas, worüber wir sprechen müssen.“
Trotz des Rückstands bleiben die Abstände im Gesamtklassement weiterhin eng. Mehrere Favoriten liegen noch aussichtsreich im Rennen, während die Strecke nun zunehmend selektiver wird.

Ein verregnetes neues Kapitel beginnt

Der Blick richtet sich jetzt auf die 4. Etappe. Ein explosiver Schlussanstieg und angekündigter Regen könnten den Rennverlauf entscheidend prägen.
„Ich denke, jetzt beginnt das Regenkapitel“, sagte Vingegaard mit Blick auf die erwarteten Bedingungen im Peloton. „Alle Vorhersagen melden den ganzen Tag Regen, es wird also kalt. Und mit einem Schlussanstieg musst du bereit sein.“
Paris-Nizza ist seit jeher für wechselhaftes Wetter und aggressives Racing bekannt. Vingegaard deutete an, dass genau diese Bedingungen das Rennen früh selektiv machen könnten.

Warten auf den richtigen Moment

Ob die 4. Etappe tatsächlich zur ersten Chance für Vingegaard wird, Zeit im Gesamtklassement zurückzuholen, hängt vor allem von seiner Form nach dem intensiven Mannschaftszeitfahren ab.
„Es hängt von den Beinen ab“, sagte er. „Wenn du die Beine hast, kannst du gehen. Wenn nicht, dann nicht. Heute entscheidet das Gefühl, und natürlich hoffe ich auf gute Beine.“
Nach drei Etappen liegen mehrere Klassementfahrer nur wenige Sekunden auseinander. Die kommenden Tage werden zeigen, ob Vingegaard und das Team Visma - Lease a Bike beginnen können, den im Mannschaftszeitfahren entstandenen Rückstand wieder aufzuholen, während Paris-Nizza in eine entscheidende Phase übergeht.
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