Tadej Pogačar ist aktueller Welt- und Europameister auf der Straße, doch eines der wenigen großen Titel, die ihm noch fehlen, sind die Zeitfahr-Kronen. Die WM ist derzeit wohl eine Nummer zu groß, doch UAE Team Emirates - XRG hat Interesse signalisiert, ihn später im Jahr bei den Europameisterschaften starten zu lassen, die in seiner slowenischen Heimat ausgetragen werden.
„Bislang hat keiner unserer Fahrer eine mögliche Nominierung für die Europameisterschaften abgelehnt, wo wir die maximalen Startplätze ausschöpfen können“, sagte der slowenische Nationaltrainer Uroš Murn im Interview mit
SIOL.
Das sind gute Nachrichten für Slowenien, das ein Heimrennen mit dem Titelverteidiger am Start hat. Auf einem Kurs, der weniger selektiv ist als jener vergangenen Herbst in der Ardèche, wird Pogačar jedoch starke Unterstützung brauchen – etwa durch Primož Roglič, Matej Mohorič, Jan Tratnik und Jakob Omrzel. Murns Aussagen deuten darauf hin, dass alle dabei sein könnten, sofern sie gesund sind.
Für die Europameisterschaften fallen die Entscheidungen allerdings nicht verfrüht, und bei den großen Kapitänen erfolgt die finale Auswahl erst in den Monaten vor dem Rennen. „Die endgültigen Beschlüsse werden jedoch erst nach dem Ende der Tour de France 2026 getroffen, sowohl für die Europameisterschaften als auch für die Weltmeisterschaften“.
Tadej Pogačar plant Start im EM-Zeitfahren
Im Zeitfahren besitzt die Auswahl mit Primož Roglič und Tadej Pogačar, getragen vom Heimpublikum, realistische Medaillenchancen. Letzterer könnte trotz der Nähe zu Il Lombardia starten – drei Tage Abstand –, ein Rennen, das Pogačar sportlich wie historisch viel bedeutet.
„Jan Tratnik und Tadej Pogačar haben ihren Wunsch geäußert, auch im Zeitfahren anzutreten“, bestätigte Murn. „Auch wenn es nur drei Tage vor Il Lombardia stattfindet“.
Bei Primož Roglič fällt die Entscheidung später im Jahr. Der Red Bull - BORA - hansgrohe-Profi peilt die Vuelta a España an, was einen späteren Formhöhepunkt bedeutet.
„Bei ihm hängt alles vom Ausgang der Vuelta a España 2026 ab. Danach sehen wir, welche Ambitionen er hat – sowohl für die Europameisterschaften als auch für die Weltmeisterschaften.“
Pogačar beim Zeitfahren der Weltmeisterschaften 2025