Lidl-Trek stellt die Weichen für die Zukunft neu. Nach den Frühjahrsklassikern übernimmt
Fränk Schleck die Rolle des Teammanagers beim Frauenteam. Der Australier Michael Rogers gibt den Posten im Zuge interner Umstrukturierungen ab.
Der 45-jährige Luxemburger war bislang als Sportdirektor tätig. Mit seiner Beförderung rückt er nun in eine zentrale Führungsposition auf. Auch familiär bleibt der Einfluss groß: Sein jüngerer Bruder
Andy Schleck ist seit dieser Saison stellvertretender General Manager des Teams.
Klare Ziele und neue Struktur
Das Team verfolgt ehrgeizige Pläne. Lidl-Trek will in den kommenden Jahren sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen die Tour de France gewinnen.
“Fränk bringt ein tiefes Verständnis für die Entwicklung von Spitzensportlern und ein starkes Netzwerk in der europäischen Radsportwelt mit, das er sich während seiner Karriere auf höchstem Niveau aufgebaut hat“, teilte das Team mit.
Die Verantwortlichen setzen damit bewusst auf Erfahrung und interne Kontinuität.
Auch Eisel macht den nächsten Schritt
Der 45-jährige Österreicher war erst zu dieser Saison von Red Bull – Bora – hansgrohe zu Lidl-Trek gewechselt. Nun wird er vom Sportdirektor zum Sportchef (“Head of Racing“) befördert.
Mit dieser neuen Struktur will Teamchef Luca Guercilena die Organisation weiter professionalisieren und international konkurrenzfähig machen.
Wer ist Fränk Schleck?
-
Geboren: 15. April 1980 in Luxemburg
-
Profi-Karriere: 2003–2016
-
Spezialist für: Ardennenklassiker und Grand Tours
-
Größte Erfolge:
Sieger Amstel Gold Race 2006
Zweiter Tour de France 2011 (nach Aberkennung des ursprünglichen Siegers)
-
Sieger Amstel Gold Race 2006
-
Zweiter Tour de France 2011 (nach Aberkennung des ursprünglichen Siegers)
-
Bekannt für: taktische Stärke und Kletterqualitäten
Fränk Schleck gilt als einer der prägendsten Luxemburger Radprofis seiner Generation.
Strategischer Schritt für die Zukunft
Mit der Doppelbeförderung von Schleck und Eisel setzt Lidl-Trek auf Erfahrung aus dem Profisport. Gleichzeitig wird die Führungsstruktur klarer definiert.
Der Rennstall macht damit deutlich, dass sportlicher Erfolg nicht nur von starken Fahrerinnen und Fahrern abhängt, sondern auch von einer leistungsfähigen Organisation im Hintergrund.