La Vuelta Femenina by Carrefour.es hat die Strecke für die Ausgabe 2026 vorgestellt, die vierte in ihrer jungen Geschichte. Spaniens Grand Tour findet von Sonntag, 03.05. bis Samstag, 09.05., über sieben Etappen statt, startet in Galicien und endet auf dem fordernden Alto de L’Angliru in Asturien. Der Kurs verspricht großes Spektakel dank eines sehr harten Profils, klar zugeschnitten auf reine Kletterspezialistinnen.
Unter den ersten Fahrerinnen, die ihre Teilnahme bestätigen, stehen mehrere klangvolle Namen des internationalen Pelotons. Olympiasiegerin und amtierende Tour de France Femmes-Siegerin Pauline Ferrand-Prévot wird starten, gemeinsam mit ihrer Teamkollegin bei Team Visma | Lease a Bike, der Routinière Marianne Vos. Ebenfalls gemeldet sind die Belgierin Lotte Kopecky (SD Worx-Protime), die Schweizer Tempobolzerin Marlen Reusser, Leaderin des Movistar Team und Gesamtzweite des Vorjahres, sowie die Spanierinnen Mavi García und Paula Blasi, beide für UAE Team ADQ.
Galicien prägt den Auftakt und beherbergt die ersten vier Etappen. Die für ständiges Auf und Ab bekannten Straßen summieren in etwas über 450 Kilometern fast 8.000 Höhenmeter. Die Eröffnungsetappe von Marín nach Salvaterra de Miño in Pontevedra und Etappe zwei von Lobios nach San Cibrao das Viñas in Ourense bieten durchgehend Schwierigkeiten, vor allem im Finale, was einen Massensprint unwahrscheinlich macht. Etappe vier von Monforte de Lemos nach Antas de Ulla in Lugo endet ebenfalls an einer langen Welle, die Lücken reißen kann. Die beste Chance für die schnellen Frauen bietet Etappe drei von Padrón nach A Coruña mit einem flachen Finale in der Herkulestadt.
Etappe fünf startet in León und ist auf dem Papier die unkomplizierteste der Woche. Ihre 119 Kilometer enthalten keine großen Anstiege, doch der Wind könnte entscheidend werden, wie schon 2025 in der León-Etappe zwischen Becerril de Campos und Baltanás. Damals gewann Marianne Vos den Sprint. Sie teilt sich mit Demi Vollering den Etappenrekord der Rundfahrt mit je sechs Siegen. Vollering holte zudem die Gesamtwertung in den vergangenen beiden Ausgaben.
Die Entscheidung fällt in Asturien mit den letzten beiden Etappen. Etappe sechs führt von Gijón nach Nava und endet am Alto de Les Praeres, einem Anstieg, der bereits in der Vuelta der Männer genutzt wurde. Mit fast vier Kilometern à 13 % im Schnitt und Rampen bis 20 % nannte Perico Delgado ihn einst „einen Mini-Angliru“.
Das große Finale folgt tags darauf am Alto de L’Angliru. Einer der ikonischsten Gipfel des Radsports, seit seinem Debüt 1999 mit José María „Chava“ Jiménez im Nebel zehnmal in der Vuelta der Männer gefahren, schreibt nun Frauenradgeschichte. Der Schlussanstieg, 12,4 Kilometer ab Riosa mit 9,7 % im Schnitt und maximalen Rampen von 23 %, wird die Gesamtsiegerin küren. Über 3.200 Höhenmeter machen die Etappe zum härtesten Tag in der Geschichte von La Vuelta Femenina, noch einmal über dem Finale am Cotobello im Vorjahr mit 2.700 Metern.
Zeitplan
| Datum | Etappe | Strecke | Distanz |
| Sonntag, 03.05. | Etappe 1 | Marín > Salvaterra de Miño | 113 km |
| Montag, 04.05. | Etappe 2 | Lobios > San Cibrao das Viñas | 109 km |
| Dienstag, 05.05. | Etappe 3 | Padrón > A Coruña | 121 km |
| Mittwoch, 06.05. | Etappe 4 | Monforte de Lemos > Antas de Ulla | 115 km |
| Donnerstag, 07.05. | Etappe 5 | León > Astorga | 119 km |
| Freitag, 08.05. | Etappe 6 | Gijón/Xixón > Les Praeres. Nava | 106 km |
| Samstag, 09.05. | Etappe 7 | La Pola Llaviana/Pola de Laviana > L'Angliru | 132 km |
Profile La Vuelta Femenina 2026
Etappe 1 - Marin > Salvaterra de Miño
Der Auftakt in Pontevedra setzt den Ton mit einer klassischen galicischen Strecke: kurz, rau und unerbittlich. Das ständige Sägezahnprofil und die dicht gestaffelten Schwierigkeiten im letzten Drittel erschweren die Kontrolle des Pelotons. Das spricht weniger für reine Sprinterinnen, sondern für Fahrerinnen, die steile Kanten überstehen und späte Attacken nutzen können.
Marin > Salvaterra de Miño 03.05.2026 - Etappe 1 - 113 km - Hügelig
Etappe 2 - Lobios > San Cibrao das Viñas
Etappe zwei bleibt der Frühphasen-Charakteristik treu mit einer anspruchsvollen Route durch die Provinz Ourense. Die kumulierten Höhenmeter und die späten Anstiege könnten für eine deutliche Selektion im Feld sorgen. Das Profil liegt explosiven Fahrerinnen oder cleveren Manövern, die vor dem Ziel überraschen wollen.
Lobios > San Cibrao das Viñas 04.05.2026 - Etappe 2 - 109 km - Hügelig
Etappe 3 - Padrón > A Coruña
Der dritte Tag bietet die beste Chance für Sprinterinnen in der ersten Rennhälfte. Galiciens Terrain ist nie völlig glatt, doch der komplett flache Zielabschnitt in A Coruña deutet auf einen Massensprint hin. Wenn die Sprintteams Ausreißer eng halten, ist dies der klarste Tag für einen großen Sprint.
Padrón > A Coruña 05.05.2026 - Etappe 3 - 121 km - Hügelig
Etappe 4 - Monforte de Lemos > Antas de Ulla
Tag vier bringt erneut ein tückisches Profil, eine Strecke, die permanente Konzentration verlangt. Der sanfte Anstieg nach Antas de Ulla könnte die Favoritinnen spalten oder einen späten Vorstoß begünstigen. Er verbindet aufgestaute Müdigkeit mit einem Finale für Fahrerinnen, die über kurzen Anstiegen stark sprinten.
Monforte de Lemos > Antas de Ulla 06.05.2026 - Etappe 4 - 115 km - Wellig
Etappe 5 - León > Astorga
Auf dem Papier ist es die einfachste Etappe der Woche, 119 Kilometer mit wenig bissigen Höhenmetern. Der Wind könnte jedoch entscheidend werden, wie schon im Vorjahr auf den Straßen der Provinz León. Windkanten könnten das Feld zerreißen und Lücken erzwingen, die das Gesamtklassement prägen.
León > Astorga 07.05.2026 - Etappe 5 - 119 km - Flach
Etappe 6 - Gijón > Les Praeres. Nava
Asturien beginnt die Entscheidung mit dem Gipfelziel am Alto de Les Praeres. Ein kurzer, brutal steiler Anstieg, im Schnitt 13% mit Rampen bis 20%, ideal für explosive Moves unter den Favoritinnen. Die Kletterinnen haben hier die erste große Chance, vor dem Finale Zeitlücken herauszufahren.
Gijón > Les Praeres. Nava 07.05.2026 - Etappe 6 - 106 km - Gebirge
Etappe 7 - La Pola Llaviana > Pola de Laviana
Die Schlussetappe wird zum ultimativen Schiedsrichter des Rennens. Der Angliru, 12,4 Kilometer bei 9,7% im Schnitt mit Passagen bis 23%, zählt zu den härtesten Prüfungen des Radsports. Mit über 3.200 Höhenmetern an diesem Tag dürfte der Gesamtsieg an seinen Hängen entschieden werden, ein Schauplatz wie gemacht, um die stärkste Kletterin dieser Ausgabe zu krönen.
La Pola Llaviana:Pola de Laviana > L'Angliru 09.05.2026 - Etappe 7 - 132 km - Gebirge