Max Kanter konnte kaum fassen, was ihm gelungen war, nachdem er auf
Etappe 2 von Paris–Nizza 2026 zum Sieg sprintete. Nach dem Ziel gab er zu, dass er wegen körperlicher Probleme in den Tagen vor dem Rennen nicht einmal sicher gewesen sei, ob er den Tag überstehen würde.
Der Sprinter des
XDS Astana Team setzte sich in Montargis vor Laurence Pithie durch und vollendete damit eine bemerkenswerte Wende, nachdem er mit Zweifeln an seiner Form an den Start gegangen war.
Nach dem Rennen schilderte Kanter, wie unsicher er sich vor Beginn gefühlt hatte.
„Ich wusste nicht einmal, ob ich diese Etappe zu Ende fahre, weil ich mich die letzten Tage auf dem Rad wirklich nicht gut gefühlt habe. Und jetzt habe ich heute gewonnen“,
sagte Kanter im Gespräch mit Cycling Pro Net.Ein perfekter Lead-out
Kanter siegte nach einem perfekt getimten Lead-out seiner Astana-Teamkollegen, die ihn in den Schlusskilometern ideal positionierten und in den entscheidenden Momenten an die Spitze brachten. „Der Lead-out in den letzten Kreisverkehr war unglaublich. Er hat es perfekt angefahren, und ich musste es auf den letzten 200 Metern nur vollenden.“
Der Sprint folgte auf ein nervöses Finale, in dem eine späte Solo-Attacke von Daan Hoole den Schnellsten kurzzeitig die Chance zu entreißen drohte. Der Niederländer verteidigte bis tief in die Schlusskilometer einen kleinen Vorsprung, ehe das Feld ihn im letzten Kilometer doch noch stellte.
Nachdem das Feld wieder zusammenlief, organisierten die Sprintzüge rasch den Anlauf auf die Ziellinie und bereiteten den Sprint vor, der Kanter letztlich den größten Erfolg seiner Karriere bescherte.
Glaube trotz schwieriger Wochen
Trotz seiner Unsicherheit vor der Etappe betonte Kanter, sein Vertrauen in seine Sprintstärke nie vollständig verloren zu haben. „Die letzten Wochen waren nicht die besten, aber ich weiß, dass ich einen richtig guten Sprint habe.“
Mit Blick auf das absehbare Massensprint-Finale erklärte der Deutsche, dass im entscheidenden Moment endlich alles zusammenpasste. „Heute hat in den letzten 200 Metern alles perfekt funktioniert, und ich konnte der Welt meinen Sprint zeigen.“
Ein großer Erfolg bei einem großen Rennen
Die Bedeutung des Sieges war Kanter nach dem Jubel im Ziel voll bewusst. Der Deutsche hob das Prestige eines Triumphs bei Paris–Nizza hervor. „Paris–Nizza ist ein sehr bekanntes Rennen im Kalender, eines der größten der Welt. Es ist großartig, hier eine Etappe zu gewinnen.“
Für Kanter und das XDS Astana Team ist dieses Resultat früh in der Saison ein großer Schub – und ein Sieg, den selbst der Etappensieger noch wenige Stunden zuvor nicht erwartet hatte.