„Heute war eine gute Trainingseinheit“: Daan Hoole genoss seinen verwegenen Soloritt bei Paris–Nizza

Radsport
Dienstag, 10 März 2026 um 9:00
daanhoole
Die zweite Etappe von Paris–Nizza in diesem Jahr stand ganz im Zeichen eines Sprintankunfts. Zwischen hügeligen und bergigen Tagen war der Montagstransfer die einzige echte Chance für reine Sprinter, und Max Kanter (XDS Astana) setzte sich in Montargis durch. Doch einer – Daan Hoole – wagte den großen Wurf mit einem frühen Angriff, in der Hoffnung, die begrenzte Unterstützung vieler Teams für ihre Sprinter offenzulegen, falls sie überhaupt welche dabei hatten.
Der Decathlon CMA CGM-Profi attackierte gut 20 Kilometer vor dem Ziel, als das Feld die Pariser Vororte hinter sich ließ, und wurde erst etwa 750 Meter vor dem Ziel von den letzten verbliebenen Anfahrern im Peloton gestellt.
„Mein Angriff war sicher nicht geplant, aber Cees Bol (Decathlons Sprinter, Anm.) ist gestürzt. Mark (Sportdirektor Mark Renshaw) fragte dann aus dem Auto, ob ich sprinten oder Kräfte für morgen sparen wolle. Ich bin kein Sprinter, also habe ich attackiert, in der Hoffnung, die Sprinter zu überraschen“, erklärte Hoole am Eurosport-Mikrofon die Ursprünge seines beherzten Vorstoßes.
Zwischenzeitlich wuchs Hooles Vorsprung auf eine halbe Minute. „Wenn du dir einen Vorsprung erarbeitet hast, weißt du, dass sie im Peloton richtig hart fahren müssen, um dich wieder einzuholen. Schade, dass es knapp nicht zum Sieg gereicht hat, aber es war ein guter Versuch. Es macht Spaß, in so einem Finale auf Adrenalin zu fahren.“
Dachte der 27-jährige Zeitfahrspezialist unterwegs tatsächlich an den Sieg? „Ich habe versucht, daran zu glauben, aber es ist schwer. Du weißt, dass so ein Peloton im Finale mit voller Wucht auf dich zukommt, sobald die Anfahrer Vollgas geben. Natürlich versuchst du, daran zu glauben. Am Ende fährst du einfach so hart du kannst und schaust nicht zurück.“
Hooles Solofahrt wurde anschließend mit dem Preis für die kämpferischste Fahrweise ausgezeichnet.

Mannschaftszeitfahren wird entscheidend

Der niederländische Meister hat jedoch bereits das Mannschaftszeitfahren am Dienstag im Blick. Teamkapitän Nicolas Prodhomme setzt dabei unter anderem auf Hoole, um seine Gesamtwertungschancen mit Blick aufs Wochenende zu schützen: „Es ist ein sehr wichtiger Tag für das Team. Wir haben im Trainingslager viel dafür geprobt und auch letzte Woche auf dem Circuit Paul Ricard. Wir freuen uns darauf. Heute war eine gute Trainingseinheit“, resümierte er.
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