Streckenprofil und Route Eschborn-Frankfurt 2026

Radsport
Montag, 27 April 2026 um 14:00
Profil_EschbornFrankfurt2026
Die Ausgabe 2026 des Klassikers Eschborn-Frankfurt findet am 01.05. statt. Das Eintagesrennen gilt als vielleicht populärstes Radsport-Event des Jahres in Deutschland und bietet zwischen der Frühjahrsklassiker-Saison und den Grand Tours die letzte Chance für Klassikerjäger und Sprinter, ihren Frühling zu retten oder einen großen Sieg einzufahren. Wir blicken auf das Profil.
Das Rennen hat über die Jahrzehnte unterschiedliche Profile und auch verschiedene Kategorien erlebt, was zu einer sehr vielfältigen Siegerliste geführt hat. Die Premiere datiert auf 1962. Berühmt ist, dass Eddy Merckx 1971 hier seinen Namen verewigte – auch wenn er mehrere weitere Anläufe ohne Erfolg unternahm.
Da viele der größten deutschen Namen der jüngeren Vergangenheit Sprinter waren, zielten mehrere von ihnen mit Erfolg auf dieses Rennen – Erik Zabel, Fabian Wegmann, John Degenkolb und Pascal Ackermann gewannen hier. Von 2014 bis 2018 (2015 fand kein Rennen statt) triumphierte Alexander Kristoff in allen Ausgaben, eine Phase, in der die Sprinter dominierten. Nach Covid setzten Jasper Philipsen und Sam Bennett den Trend der schnellen Männer fort.
2023 wurde das Rennen jedoch schwerer, und in den vergangenen drei Ausgaben taten sich die schnellen Männer deutlich schwerer. Soren Kragh Andersen und Maxim van Gils siegten 2023 und 2024 aus kleinen Gruppen; während aus den verbliebenen Fahrern des Pelotons Michael Matthews 2025 den Sprint zum Sieg gewann.

Streckenprofil: Eschborn - Frankfurt

Profil_EschbornFrankfurt2026
Eschborn - Frankfurt, 211 Kilometer
Das Rennen ist 211 Kilometer lang und nochmals anspruchsvoller gestaltet worden, was die Balance weiter zulasten der Sprinter verschiebt, die es bis vor wenigen Jahren noch prägten. Die zweite Rennhälfte bleibt unverändert, in der ersten Hälfte kommen neue Anstiege hinzu.
Die ersten 30 Kilometer sind flach und führen in eine Sequenz aus drei Anstiegen, die früh Schaden im Peloton anrichten können – wenn nicht durch Gruppenrisse, dann durch das Zermürben der Sprinter. Die Rampen sind hart und folgen dicht aufeinander, wodurch sich über rund 40 Kilometer bei hohem Tempo das Feld sehr schnell in Stücke reißen kann.
Erstmals geht es mit 109 Kilometern Restdistanz über den Mammolshain, 2,3 Kilometer mit 7,9%. Ohne Verschnaufpause folgt der einzige Anstieg zum Feldberg über 7,7 Kilometer mit 6%. Hier können die Kletterer den Unterschied machen; die Kuppe liegt 100 Kilometer vor dem Ziel. Kurz darauf steht zum zweiten Mal der kurze, explosive Burgweg an.
Mammolshain: 2,3 km; 7,9%; noch 112, 97 & 35,5 km
Mammolshain: 2,3Km; 7.9%; 112, 97 & 35.5Km to go
Mit noch 85 Kilometern geht es hinab in den Schlussrundkurs, was eine Chance zur Reorganisation bietet. Doch der Mammolshain wird anschließend noch zweimal befahren, wo Attacken unausweichlich sind.
Der 2,3 Kilometer lange Anstieg ist steil genug, um Lücken zu reißen, die – bei vorhandener Zusammenarbeit – schwer zurückzuholen sind. Die Passagen enden bei noch 50 und 35 Kilometern. Von dort ist es überwiegend flach bis ins Ziel, sodass Zeit für eine geordnete Verfolgung bleibt. In diesem Rennzeitpunkt ist das jedoch alles andere als leicht.
Auch wenn das Rennen selektiv sein kann, tendieren die Dynamiken meist zu einer organisierten Jagd mehrerer Teams, die nicht zögern, für bessere Siegchancen ihrer Kapitäne zu arbeiten. Kommt es zum Finale der schnellen Männer, wartet ein urbaner Sprint, die Zielgerade ist 500 Meter lang.
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