Erst Strafe, dann Kehrtwende: UCI hebt Pogacars 5.411-Euro-Busse nach LBL auf

Radsport
Montag, 27 April 2026 um 14:00
Tadej Pogacar
Tadej Pogačar hat Lüttich–Bastogne–Lüttich 2026 gewonnen, finanziell lief der Tag für UAE Team Emirates - XRG jedoch zunächst weniger rund. Nach einem Missgeschick bei der Siegerehrung wurde der Slowene vorerst mit 5000 CHF gebüsst – eine Strafe, die später jedoch nachträglich aufgehoben wurde.(aktualisiert)
Pogačar ging bei La Doyenne als Topfavorit ins Rennen und hatte eine starke Mannschaft an seiner Seite. Er setzte sich mit einer herausragenden Klettervorstellung durch, fuhr über die Côte de la Redoute und die Côte de la Roche-aux-Faucons in einem Tempo, dem niemand folgen konnte. Das bescherte ihm Monument Nummer drei der Saison und Nummer 13 seiner Karriere.
Auf dem Podium standen neben ihm Paul Seixas, mit dem er sich nach La Redoute zusammengeschlossen hatte, sowie Remco Evenepoel, der Teil der Tagesflucht war und später aus einer kleinen Verfolgergruppe hinter den beiden stärksten Fahrern des Tages den Sprint gewann. Während die Feierlichkeiten auf dem Podium normal verliefen, belegten die Kommissäre den Weltmeister zunächst mit einer empfindlichen Geldstrafe von 5000 CHF.

5000-CHF-Busse sorgt kurzzeitig für Verwirrung

Im Jurybericht hiess es: „Falsche Platzierung von Werbeflächen auf dem Trikot des Weltmeisters während der Siegerehrung.“ Auf den ersten Blick war nicht eindeutig, worin genau das Problem lag, doch das Personal vor Ort dürfte es bemerkt und entsprechend reagiert haben.
Pogačar musste zunächst 5.000 Schweizer Franken, also 5.411 Euro, zahlen, „wegen der unzulässigen Platzierung von Werbung auf dem Regenbogentrikot während der Siegerehrung“.
Die Geldstrafe wurde verhängt, weil das Logo von Richard Mille, dem Uhrenpartner von Pogačar, auf den Ärmeln seines Trikots zu sehen war. Der technische Kommissar der UCI entschied vor Ort, dass diese kommerzielle Ergänzung nicht auf das Regenbogentrikot gehört.
Das sorgte für hochgezogene Augenbrauen, denn der Slowene hatte exakt dasselbe Outfit bereits drei Wochen zuvor auf dem Podium der Flandern-Rundfahrt getragen.
Am Ende stellte sich jedoch heraus, dass die Sache anders lag. Die UCI hat die Regeln für persönliches Sponsoring auf der Ausrüstung kürzlich gelockert. Laut den neuen Richtlinien ist die Darstellung eines Partners wie Richard Mille auf den Ärmeln inzwischen erlaubt.
Pogačar und sein Team mussten die Geldstrafe daher nicht bezahlen.
Pogačar reist nun in die Schweiz, wo er am Dienstag bei der Tour de Romandie startet und als klarer Hauptfavorit, Mann, den es zu schlagen gilt, seine Siegesserie um ein weiteres Rennen erweitern möchte.
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