Richard Carapaz könnte den Giro d’Italia auslassen – gesamtes Podium der Corsa Rosa 2025 womöglich nicht am Start, weil der EF-Education-Kapitän die Folgen einer jüngsten Operation spürt

Radsport
Montag, 27 April 2026 um 13:30
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Der Giro d’Italia verliert seine Anwärter im Eiltempo. Nach dem bestätigten Aus von João Almeida, wohl Jonas Vingegaards größtem möglichen Rivalen für die Corsa Rosa, steht nun sehr wahrscheinlich auch der einzige Vorjahrespodestfahrer, der am Start stehen sollte – Richard Carapaz – vor dem Rückzug aus dem Rennen.
Mit dem Karriereende von Simon Yates und Isaac del Toro, der den Fokus auf die Tour de France legt, war Carapaz der einzige Fahrer des 2025er-Podiums, der zur Corsa Rosa zurückkehren sollte. Sein Aufbau war auf dieses Ziel ausgerichtet, mit stetig ansteigender Form im Frühjahr, darunter Tirreno–Adriatico und die Katalonien-Rundfahrt. Bei letzterer wurde er Zehnter, ehe er nach Ecuador zurückkehrte, wo ein längeres Höhentrainingslager geplant war, bevor es für den Giro wieder nach Europa gehen sollte.
Seine gesundheitliche Situation verschlechterte sich jedoch, und nur wenige Tage nach Katalonien unterzog er sich einer Operation. „Es war nicht Teil des Plans, aber es wurde bestmöglich gehandhabt. Letzte Nacht habe ich mich wegen eines perinealen Problems einem Eingriff unterzogen“, sagte er Anfang April. „Alles lief wie erwartet und erfolgreich. Ab heute konzentriere ich mich voll auf die Genesung und darauf, rechtzeitig vor dem Giro wieder mein bestes Niveau zu erreichen.“

Ist ein Comeback möglich?

Carapaz ist nicht offiziell gestrichen und nicht verletzt, doch seine aktuelle Verfassung wirft berechtigte Fragen auf, und das belgische Nachrichtenportal Het Laatste Nieuws berichtet über erhebliche Unsicherheit bezüglich seiner Teilnahme. Ein dreiwöchiges Etappenrennen ist zudem eine enorme Belastung für den Körper, und ein Start könnte seine Pläne gefährden, bei der Tour de France in Bestform anzutreten, falls der Giro misslingt.
Der Giro d’Italia beginnt am Freitag, den 08.05., in Nessebar, Bulgarien. Das Rennen verbringt drei Tage in dem osteuropäischen Land, bevor es nach Italien zurückkehrt, wo die Route von Anstiegen wie Blockhaus und Piancavallo geprägt ist; dazu kommt ein langes Zeitfahren über 40 Kilometer sowie entscheidende Etappen im Aostatal und in den Dolomiten.
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