Streckenprofil & Strecke Omloop Het Nieuwsblad 2026

Radsport
Samstag, 21 Februar 2026 um 11:00
Profile OmloopHetNieuwsblad2026
Die Fahrer bestreiten die erste Pflasterklassiker des Jahres. Für viele der „Start der Saison“, wenn das Peloton am 28.02. nach Belgien zur Omloop het Nieuwsblad reist. Mit gut einem Monat bis zu den Kopfsteinpflaster-Monumenten ist dies für viele die erste echte Frühjahrsprüfung. Wir blicken auf das Profil.
Das früher als Het Volk bekannte Rennen war einst ein absoluter Gradmesser der Frühjahrsklassiker; und obwohl es gegenüber Paris-Roubaix und der Flandern-Rundfahrt an Bedeutung verloren hat, bleibt es die erste Kopfsteinpflaster-Klassiker im Kalender und eröffnet die WorldTour in Europa.
Erstmals 1945 ausgetragen, siegte damals Jean Bogaerts. Roger De Vlaeminck, Eddy Merckx, Eddy Planckaert, Jan Raas, Tom Steels, Peter Van Petegem, Johan Museeuw, Frank Vandenbroucke... Die Liste der prestigeträchtigen Sieger ist lang, und heute können hier nur Topfahrer um den Sieg kämpfen. Es ist ein Rennen für ausgesprochene Spezialisten, aber auch für Fahrer, die die Hellinge überstehen und schnell sprinten können – das sorgt für eine interessante Siegerliste.
In den letzten Jahrzehnten triumphierten zudem Philippe Gilbert, Filippo Pozzato, Thor Hushovd, Greg Van Avermaet und Wout van Aert. 2023 und 2024 holte Visma mit offensivem Racing Siege durch Dylan van Baarle und Jan Tratnik, 2025 gab es eine Überraschung, als Soren Waerenskjold den Sprint einer kleinen Gruppe gewann.

Profil: Gent - Ninove

208 Kilometer stehen bei der ersten großen Kopfsteinpflaster-Klassiker der Saison auf dem Programm. Nicht so schwer wie die April-Prüfungen, aber ein langer Tag im Sattel – ein Aufwärmen für die Monumente. Die erste Rennhälfte sollte mit nur wenigen Sektoren und Hellingen relativ ruhig verlaufen, danach zieht das Tempo an.
Von 58 bis 34 Kilometer vor dem Ziel wartet die zweite Sektorserie, hier sind Attacken zu erwarten – als Vorspiel auf Geraardsbergen. Dort zählt die Teamtiefe, viele Mannschaften wollen Druck aufbauen und sich der Nachführarbeit entziehen. Vier Pflastersektoren, vier Hellingen und ein zugleich gepflasterter Anstieg folgen in kurzer Folge. Neu im Programm vor der Muur sind in diesem Jahr Tenbosse (500 m, 6 %, 26 km vor Ziel) und Parkeberg (800 m, 5 %, 23 km vor Ziel). Das macht es härter und erschwert eine organisierte Verfolgung. Das begünstigt frühe Angreifer.
Die final entscheidenden Passagen kommen mit der Muur van Geraardsbergen, deren Kuppe 15,5 Kilometer vor dem Ziel liegt. Sie braucht keine Vorstellung: Schon der Anlauf auf das Pflaster ist furios, Gruppen vor dem Feld verlieren hier oft Zeit. Der Anstieg ist 1,1 Kilometer lang bei 7,3 % im Schnitt, mit Rampen nahe 20 % und engen Straßen, die es zusätzlich erschweren.
Über die Kuppe können Lücken aufgehen, kurz darauf folgt der Bosberg (900 m, 6,3 %, maximal 10 %) bei 11,5 Kilometern Restdistanz. Auch er ist hart, doch Lücken zu reißen ist deutlich schwieriger – es sei denn, es wird über die Kuppe gesprintet.
Zwischen beiden Sektoren konsolidiert sich das Rennen meist. Die Siegkandidaten sind in der Regel leistungsmäßig eng beieinander und werden an den steilen Rampen separiert. Danach führt eine schnelle, leicht abfallende Anfahrt nach Ninove, wo auf vertrauten Straßen gefinisht wird. Das technisch verwinkelte Finale des Vorjahres entfällt, dennoch wartet ein flacher Schlusskilometer knapp außerhalb des Stadtzentrums.
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