Wout Van Aert erlebt erneut einen verfluchten Frühling. Der Belgier hatte sich in den vergangenen Wochen zurück in Form gekämpft und sollte zum Auftakt der Frühjahrsklassiker beim Omloop Het Nieuwsblad starten - doch daraus wird nichts. Der Kapitän des Team
Visma - Lease a Bike ist erkrankt, das erste direkte Duell mit Mathieu van der Poel muss warten.
Am Morgen bestätigte das niederländische Team die gesundheitlichen Probleme, die in dieser Woche auftraten. „Leider wird Wout Van Aert am Samstag nicht bei Omloop Het Nieuwsblad starten können, da er erkrankt ist. Der Sieger der Ausgabe 2022 wird sich die nötige Zeit zur Genesung nehmen.“ Van Aert ersetzt Pietro Mattio im Aufgebot. Die sportliche Verantwortung tragen nun Christophe Laporte, der am vergangenen Wochenende bei der Vuelta a Andalucia stürzte, sowie der Brite Matthew Brennan.
Wieder eine Hürde mehr
Der Ausfall verändert die Teamtaktik spürbar. Statt auf verschiedene Rennszenarien mit Van Aert zu setzen, richtet die Mannschaft ihren Fokus nun klar auf einen möglichen Sprint mit zwei Optionen. Seine Form blieb zwar ein Fragezeichen, doch Van Aert hätte jederzeit als Joker dienen können - für Attacken, einen Sprint oder sogar für einen Anfahrzug nach Ninove.
Bereits 2024 hatte ein Sturz bei Dwars door Vlaanderen seinen Klassikerfrühling mit mehreren Frakturen abrupt beendet. Später stoppte ihn ein weiterer Unfall bei der Vuelta a España. 2025 wurde er unmittelbar vor dem Giro d Italia krank - jenem Rennen, bei dem er eine Etappe gewinnen und in den ersten Tagen Rosa tragen wollte. Beim Exact Cross Mol brach er sich zudem den Knöchel, als er sein erstes Duell mit Mathieu van der Poel auf einer ikonischen Schneestrecke bestritt. Seitdem arbeitet er an seinem Comeback. Seine Rückkehr plant er aktuell bei Le Samyn - vorausgesetzt, er erholt sich rechtzeitig von diesem nächsten Rückschlag.
„Natürlich ist es ein herber Schlag, mein erstes Rennen zu verpassen, nachdem ich den ganzen Winter auf die Klassiker hingearbeitet habe“, sagte Van Aert. „Wir hatten ein gutes Trainingslager in Sierra Nevada, und ich fühlte mich wirklich stark. Aber leider ist es auch die Jahreszeit, in der man sich leicht etwas einfängt. Ich bleibe positiv, was die Trainingsform angeht, und bin zuversichtlich, dass ich bald wieder ins Rennen zurückkehre. Nur eben nicht an diesem Samstag.“