„Mathieu van der Poel hat Tadej im Griff“ – UAE-Teamchef Matxin lobt den Niederländer als Pogacars „würdigen Rivalen“ vor Milano-Sanremo

Radsport
Mittwoch, 18 März 2026 um 20:00
van der Poel und Pogacar
Für UAE Team Emirates - XRG geht es bei der Milano-Sanremo nicht nur darum, wie Tadej Pogacar gewinnt, sondern vor allem darum, den einen Fahrer zu überwinden, der ihn in den entscheidenden Momenten zuverlässig kontert.
Gegenüber TNT Sports stellte Teamchef Joxean Matxin klar, dass Mathieu van der Poel in dieser Gleichung zentral bleibt – nicht nur als Gegner, sondern als Maßstab dessen, was Pogacar überwinden muss.
„Van der Poel bleibt stets er selbst“, sagte Matxin und bezeichnete den Niederländer als „würdigen Rivalen“, bevor er den Respekt weiter ausführte. Er sei „ein respektvoller Gegner, von uns respektiert, der immer so sportlich wie möglich konkurriert“.
Diese Anerkennung mindert jedoch nicht den Wettkampfgeist. „Und wenn wir ihn jemals schlagen müssen, dann bitte auf dieselbe Art.“

Eine Rivalität auf Messers Schneide

Milano-Sanremo ist für Pogacar zu einem Rennen kleinster Unterschiede geworden. Die jüngsten Ausgaben zeigten, wie nah er dem Durchbruch kam, ohne den entscheidenden Stich setzen zu können.
Matxin fasste diese Lücke schlicht zusammen. „Pogacar kann gewinnen, wenn er dieses eine Prozent steigert.“
Es geht nicht darum, den Plan neu zu schreiben, sondern ihn mit absoluter Präzision umzusetzen. Pogacar hat bereits gezeigt, dass er das Rennen selektiv machen kann, besonders an der Cipressa. Doch den Vorteil in einen Sieg zu verwandeln, blieb bislang knapp außer Reichweite.

„Er hat Tadejs Nummer“

Im Kern der Herausforderung steht Van der Poels Fähigkeit, Pogacars Bewegungen zu lesen und zu parieren. „Er hat Tadejs Nummer, er kennt sein eigenes Spiel“, sagte Matxin und unterstrich die Vertrautheit, die sich zwischen beiden in den jüngsten Monumenten entwickelt hat.
Dieses Verständnis wird zudem von Leistung untermauert. „Er ist ein wichtiger Fahrer im Profiradsport, der enorme Erwartungen weckt, genau wie Tadej“, ergänzte Matxin und verwies auf den Status, den beide im Sport innehaben.
Dieses Kräfteverhältnis wiederholt sich. Pogacar verschärft das Rennen, doch Van der Poel hat gezeigt, dass er diese Belastungen absorbieren und dennoch in den Schlüsselmomenten präsent sein kann.

Warum Sanremo es noch schwieriger macht

Matxin verwies auch auf die spezifischen Anforderungen von Milano-Sanremo als Schlüsselfaktor. „Ihn in einem Rennen wie Milano-Sanremo zu schlagen, ist sehr schwierig“, sagte er und hob hervor, wie die Rennarchitektur nur wenig Raum für entscheidende Abstände lässt.
Selbst wenn das Feld auf eine kleine Gruppe schrumpft, begünstigen die letzten Kilometer oft Fahrer, die schnell regenerieren und stark finishen. Ein Szenario, das Van der Poel wiederholt in die Karten gespielt hat.

Klares Ziel für UAE

Dennoch bleibt das Ziel für UAE unverändert. „Wir versuchen, das Ergebnis in diesem Jahr zu drehen“, sagte Matxin.
Dieser Anspruch verbindet Selbstvertrauen mit Realismus. Pogacar muss nicht beweisen, dass er das Rennen prägen kann. Er muss einen Weg finden, diese Stärke in einen klaren Vorteil gegen jenen einen Rivalen zu verwandeln, der ihm konstant folgen kann.
Bei Milano-Sanremo ist genau das weiterhin der entscheidende Unterschied.
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