Eine routinemäßige Winterausfahrt rund um Calpe nahm eine surreale Wendung, als Fahrer von
Soudal - Quick-Step ein Auto entdeckten, das irgendwie auf einer Straßenmauer an einer der meistbefahrenen Radstraßen der Region gestrandet war.
Das Team war auf seiner üblichen Januarrunde unterwegs, als es auf das Fahrzeug stieß, das unbeholfen oberhalb der Fahrbahn hing. Wie es dort gelandet war, blieb unklar, doch die Szene war bizarr genug, dass
Yves Lampaert stoppte, filmte und dann mit seiner Mannschaft umdrehte, um zu helfen.
Es folgte eine improvisierte Bergung. Mehrere Fahrer stiegen vom Rad und schoben das Auto körperlich zurück auf die Straße, wobei sich ein Teamkollege von Lampaert sogar ans Steuer setzte, um es sicher freizulenken.
Ein skurriler Moment auf einer der meistbefahrenen Radstraßen
Calpe ist eines der beliebtesten Winterquartiere im Profiradsport. Im Januar und Februar sind die Straßen voll mit WorldTour-Teams, Continental-Mannschaften, Amateuren und Urlaubern, die sich dieselben schmalen Anstiege und schnellen Abfahrten teilen.
Genau das machte die Szene so irritierend. Ein Auto, das auf einer Straßenmauer strandet – in einem Gebiet, das täglich von Tausenden Radfahrern genutzt wird – wirft sofort die Frage auf, wie es überhaupt so weit kommen konnte.
Der Moment verbreitete sich rasch online, nachdem
Lampaert Videos des Vorfalls auf Instagram geteilt hatte, die zeigen, wie sein Team mitten in der Einheit umdreht, um anzupacken. Sogar ein vorbeifahrendes Pro-Team ist zu sehen, das jubelt, als das Auto endlich befreit wird.
Lampaert fasste die Szene mit typisch „Wolfpack“-Humor zusammen und schrieb: „Forza Wolfpack. Wir sind umgedreht, um diesem Mann wieder auf die Straße zu helfen! Wäre mit einem Haufen Bergflöhen wohl kaum möglich gewesen.“
Es war eine unerwartete Unterbrechung eines normalen Wintertrainingstags, zeigte den Tross aber von einer sehr menschlichen Seite: nicht nur Wattmaschinen, die Intervalle abhaken, sondern Fahrer, die anhalten, zupacken und helfen, wenn etwas offensichtlich nicht stimmt.
In einem Umfeld, in dem Radfahrer und Verkehr ständig koexistieren müssen, erinnerte die kuriose Rettungsaktion von Calpe daran, dass die einprägsamsten Momente eines Trainingslagers manchmal nichts mit Leistungswerten zu tun haben.