Visma | Lease a Bike hat in diesem Jahrzehnt bereits 8 Grand Tours gewonnen und sich damit als eine der zwei großen GC-Mächte der aktuellen Radsportwelt etabliert (die andere ist Tadej Pogacar mit 5). In den Monumenten bleibt die Bilanz jedoch ausbaufähig: Der Slowene hat allein 10 Siege, während Visma als Kollektiv nur zweimal jubelte – beide Erfolge datieren aus dem Jahr 2020.
Sepp Kuss glaubt jedoch, dass 2026 die Wende bringt.
Visma vor Monumenten-Wende 2026 – Kuss sieht Van Aert und Brennan glänzen
2020 gewann
Wout van Aert die Milano–Sanremo, bevor Primoz Roglic einen der viralsten Siege überhaupt bei Lüttich–Bastogne–Lüttich holte. Seither trug vor allem der Belgier Vismas Fahne bei den Monumenten – und das überzeugend mit weiteren 6 Podestplätzen (2x Sanremo und Roubaix, 1x Lüttich und Flandern) –, doch am Ende fehlte stets das letzte Stück gegen Mathieu van der Poel oder Tadej Pogacar.
Auch in diesem Jahr soll Van Aert wieder dem ersehnten Pflaster-Monument nachjagen, aber nicht allein. Visma scheint einen möglichen Nachfolger für den 31-Jährigen gefunden zu haben: den um ein Jahrzehnt jüngeren
Matthew Brennan, der in seiner Debütsaison mit insgesamt 14 Siegen direkt in die Rolle eines der Hauptstars des niederländischen Teams sprang.
Kuss selbst ist kein großer Freund von Eintagesrennen – in seiner Karriere fuhr er nur drei davon. Im Gespräch mit
Marca vor der Saison wagte er dennoch Prognosen, wer 2026 die begehrtesten Trophäen holen könnte.
Fünf große Siege für Visma
Nach Ansicht des Amerikaners wird Van Aert sich schnell von seiner Knöchelverletzung erholen und sowohl die Milano–Sanremo als auch die Flandern-Rundfahrt gewinnen. Auch beim dritten Monument der Saison erwartet Kuss gelb-schwarze Jubelbilder – diesmal durch den 20-jährigen Brennan.
Der erste Nicht-Visma-Sieger dürfte dann
Kuss’ inzwischen ehemaliger Teamkollege Cian Uijtdebroeks sein, der bei Lüttich–Bastogne–Lüttich für eine Überraschung sorgt und die zweijährige Serie von Tadej Pogacar beendet.
Bei den Grand Tours würde Pogacar laut Kuss erneut leer ausgehen, da
Jonas Vingegaard das Giro–Tour-Double erfolgreich vollendet. Die Vuelta soll dann an Pogacars Teamkollegen Joao Almeida gehen, meint der Vuelta-Sieger von 2023.
Zum Saisonende kehrt Pogacar schließlich auf die Siegerstraße zurück, feiert den dritten Titel in Serie bei den Weltmeisterschaften in Montreal und krönt das Jahr mit seinem sechsten Lombardia-Erfolg in Folge.
Stimmen Sie Kuss zu oder erwarten Sie eine andere Verteilung der Trophäen im Jahr 2026? Schreiben Sie uns in die Kommentare.