Roger De Vlaeminck nach Autounfall ins Krankenhaus eingeliefert: Belgische Legende und lautstarker Pogacar-Kritiker bei Silvester-Schreck verletzt

Radsport
Donnerstag, 01 Januar 2026 um 20:00
Roger De Vlaeminck
Die belgische Radsport-Ikone Roger De Vlaeminck ist nach einem Autounfall in der Silvesternacht ins Krankenhaus eingeliefert worden und hat dabei leichte Verletzungen erlitten. Der Vorfall wurde als beängstigendes nächtliches Ereignis beschrieben.
Der 78-Jährige, vierfacher Sieger von Paris–Roubaix und einer der wortstärksten Akteure der Radsportgeschichte, war auf dem Heimweg von Bilzen zu seinem Wohnort in Kaprijke, als es zum Unfall kam, wie HLN berichtet.
Die lange Rückfahrt von rund 155 Kilometern endete abrupt in Zelzate, wo De Vlaemincks Wagen von der Straße abkam und in einem Graben landete.
Lokalmedien berichten, dass das Fahrzeug überschlug. Trotz der Schwere des Unfalls konnte De Vlaeminck selbst aus dem Auto klettern, war am Unfallort jedoch offenbar desorientiert. Er wurde zur Behandlung nach Sint-Niklaas ins Krankenhaus gebracht, wo Ärztinnen und Ärzte lediglich leichte Verletzungen bestätigten.

Außer Lebensgefahr nach nächtlichem Vorfall

Angesichts von De Vlaemincks Alter sorgte der Vorfall naturgemäß für Besorgnis, doch die erste medizinische Einschätzung fällt beruhigend aus. Der frühere Klassikerspezialist ist ansprechbar und steht unter Beobachtung, lebensbedrohliche Verletzungen wurden nicht festgestellt.
Der Unfall ereignete sich, nachdem De Vlaeminck den Silvesterabend mit seiner Partnerin in Bilzen verbracht hatte – eine Routine, über die er wegen der Entfernung ihrer Wohnorte bereits öffentlich sprach. Der Crash passierte in den frühen Stunden des 01.01., aus einer ruhigen Heimfahrt wurde ein ernster Schreckmoment.

Ein vertrauter Name wieder in den Schlagzeilen

Die Hospitalisierung folgt nur wenige Monate, nachdem De Vlaeminck aus völlig anderen Gründen im Zentrum einer weltweiten Radsportdebatte stand. Ende 2025 ging die belgische Legende viral nach einer Reihe kontroverser Aussagen, in denen er moderne Stars wie Tadej Pogacar, Mathieu van der Poel und Remco Evenepoel scharf kritisierte.
In seinen meistgeteilten Bemerkungen wies De Vlaeminck Vergleiche zwischen Pogacar und Eddy Merckx zurück und erklärte, der Slowene „sei nicht würdig, Merckx die Schuhe zu schnüren“. Er beharrte zudem darauf, dass Pogacar ihn selbst heute in den Bergen „nicht abhängen“ würde. Den amtierenden Weltmeister nannte er „überbewertet“ – Aussagen, die sich rasch in sozialen Medien und Fachpresse verbreiteten.

Pogacars zurückhaltende Antwort

Wenige Wochen später, öffentlich auf De Vlaemincks Kritik angesprochen, verzichtete Pogacar auf eine Eskalation. Stattdessen antwortete er ruhig und abgewogen – in deutlichem Kontrast zum Ton der ursprünglichen Aussagen.
„Ich bewerte mich selbst“, sagte Pogacar. „Wenn mich jemand überschätzt, stört mich das nicht. Wenn mich jemand unterschätzt, stört mich das auch nicht. Es ändert nichts in meinem Leben.“
Das Wechselspiel unterstrich den bekannten Clash der Generationen und Charaktere – De Vlaeminck als unverblümter Traditionalist, Pogacar als moderner Champion ohne Interesse an öffentlichen Wortgefechten.

Fokus liegt nun klar auf der Genesung

Fürs Erste sind diese Debatten in den Hintergrund gerückt. Priorität hat De Vlaemincks Erholung nach einem Silvester-Unfall, der deutlich schlimmer hätte ausgehen können.
Als überragende Figur des belgischen Sports und eine der markantesten Stimmen der Radsportgeschichte scheute De Vlaeminck selten die Kontroverse. Dieses Mal aber richtet sich die Aufmerksamkeit von seinen Worten auf sein Wohlergehen – mit Erleichterung darüber, dass der legendäre Ex-Profi den schweren Schreck mit nur leichten Verletzungen überstanden hat.
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