Pogacar und Seixas vor Olympia-Duell 2028? – Veranstalter bestätigen spektakuläre Zielankunft am Griffith Observatory

Radsport
Donnerstag, 11 Juni 2026 um 11:30
Paul Seixas kennt seit Strade Bianche besser, wie er Tadej Pogacar begegnen muss
Die Olympischen Spiele Los Angeles 2028 zeichnen die Konturen eines der meist erwarteten Rennen im Radsport. Die LA28-Organisatoren bestätigten am Dienstag, dass die Straßenrennen der Männer und Frauen an einem Ort von großer Symbolkraft und sportlicher Härte enden: dem Griffith Observatory. Das dürfte Fahrern wie Tadej Pogacar, Paul Seixas und Remco Evenepoel entgegenkommen.
Die Nachricht schärft das Bild, wie die olympischen Straßenrennen zu Ende gehen werden, auch wenn die vollständigen Strecken noch nicht offiziell vorgestellt sind. Fest steht: Männer und Frauen rollen an der Venice Beach, einem der ikonischsten Spots an LAs Küste, los und steuern dann auf den Griffith Park zu, wo die Medaillen vergeben werden.
Die Wahl des Griffith Observatory ist mehr als eine schöne Aussicht. Hoch über Los Angeles gelegen und von Parkstraßen umgeben, bietet der Ort ideales Terrain für ein selektives Finale. Die letzten Kilometer enthalten einen Anstieg, der zum entscheidenden Punkt des Rennens werden und unter den Goldfavoriten Abstände reißen könnte.
Auch ohne kompletten Routenplan erlaubt das bestätigte Finale eine Prognose zum Fahrertyp mit den besten Karten. Der Anstieg zum Griffith Observatory erhöht die Schwierigkeit, verringert die Sprintchance und begünstigt Fahrer, die in langen Belastungen glänzen.
Gefragt ist eine Mischung aus Ausdauer, Kletterqualitäten und Eintagesrennen-Finesse. Es geht nicht nur darum, den letzten Anstieg zu überqueren, sondern einen langen, fordernden Tag vor den entscheidenden Kilometern klug zu managen.
LA28 will die vollständigen Streckendetails der Straßenrennen Ende 2026 veröffentlichen, sobald die Planung für alle Radsportwettbewerbe des Programms abgeschlossen ist.

Pogacar, Evenepoel und weitere Topkandidaten

Während die offizielle Bestätigung aussteht, zeichnen Berichte bereits den Umfang der Herausforderung nach. Laut Escape Collective, das Zugang zu einem geleakten Dokument hatte, könnte das Männerrennen 251 Kilometer lang sein und bis zu 5.010 Höhenmeter enthalten.
Bei einem Kurs dieser Art führt an bestimmten Namen kein Weg vorbei. An der Spitze jeder Shortlist steht Tadej Pogacar. Seine Dominanz bei Grand Tours und Klassikern macht ihn auf einem physisch derart intensiven Rundkurs zum Topfavoriten.
Neben dem Slowenen ragt Remco Evenepoel als prägender Fahrer der vergangenen Saisons heraus. Seine Vielseitigkeit und die Fähigkeit, über lange, harte Tage konstant hohes Niveau zu fahren, passen exakt zu dem, was Los Angeles 2028 voraussichtlich verlangt.
Zu den Profis, die von diesem Zuschnitt profitieren könnten, zählt auch Paul Seixas, der auf einem Kurs dieser Art ideale Voraussetzungen findet, seine Qualitäten auszuspielen. Das olympische Radsportprogramm beginnt mit den Zeitfahren. Sowohl die Männer- als auch die Frauenrennen sind für den 19.07. terminiert, mehrere Tage vor den Straßenrennen.
Remco Evenepoel im vollen Zeitfahrmodus
Remco Evenepoel im vollen Zeitfahrmodus

Das Paris-2024-Präzedenzfall

In diesem Fall startet der Kurs am Los Angeles Zoo im Bereich des Griffith Park und endet ebenfalls am Griffith Observatory. Eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt wird damit zum Epizentrum des olympischen Radsports während der Spiele. Die Straßenrennen folgen am 22.07. und 23.07. und beschließen eine Woche, die die besten Spezialisten der Welt zusammenführt.
Los Angeles übernimmt den Staffelstab von den Olympischen Spielen Paris 2024, die prägende Auftritte lieferten. Bei den Männern feierte Remco Evenepoel ein historisches Double mit Gold im Straßenrennen und im Zeitfahren.
Im Frauenfeld gewann Kristen Faulkner das Straßenrennen, während Grace Brown im Kampf gegen die Uhr siegte.
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