Jordi Meeus geht in die Schlussphase seines Vertrags ohne bestätigtes Ziel für 2027, während die Spekulationen den belgischen Sprinter mit
Lidl-Trek in Verbindung bringen. Der Belgier, der sich mit mehreren Sprintsiegen und einem Tour-de-France-Etappenerfolg stetig im WorldTour-Peloton etabliert hat, betont, dass für ihn ein passendes Leistungsumfeld wichtiger ist als der unangefochtene Status als Teamkapitän.
Starke Teamstruktur prägt seinen aktuellen Erfolg
Meeus zeigt sich derzeit in Topform nach jüngsten Erfolgen, darunter Siege bei den 4 Jours de Dunkerque und der Tour de Wallonie sowie ein Sprinttriumph bei der Brussels Cycling Classic. Diese Konstanz basiert auf einer gut eingespielten Anfahrstruktur, die er nach seinem jüngsten Sieg erneut hervorhob.
„Die Stärke der Mannschaft gibt mir definitiv Vertrauen“,
sagte Meeus. „Mit Laurence Pithie war es ein wenig abwarten, weil er beim Wallonien-Finale am Freitag schwer gestürzt ist. Aber er neutralisiert Attacken perfekt, wenn es für mich im Rennen zu hart wird. Das ist immer eine zweite Karte, die wir spielen können, und sehr positiv fürs Team.“
Ein Kernelement dieser Struktur bleibt seine Partnerschaft mit Danny van Poppel, der weiterhin entscheidend ist, ihn für die Sprintfinals zu positionieren. „Ja, genau“, sagte Meeus. „Danny hat viel Erfahrung in Anfahrten, und es gibt mir große Ruhe, wenn ich mit ihm in den Sprint gehen kann.“
Trotz zunehmender Wechselspekulationen von außen beharrt Meeus darauf, dass sein unmittelbarer Fokus auf Leistung und den nächsten Zielen liegt, darunter eine mögliche Tour-de-France-Nominierung und späte Saisonhöhepunkte.
„Ja, ich bin noch im Rennen“, sagte er mit Blick auf seine Tour-Chancen. „Ich weiß nicht, ob es sehr schwer wird, in die endgültige Auswahl zu kommen. Der Sieg heute und die Erfolge der letzten Wochen helfen auf jeden Fall. Aber nächste Woche stehen Kopenhagen und dann die Belgischen Meisterschaften an, das sind ebenfalls große Ziele.“
Er betonte auch seine enge Beziehung zum Rennen in Kopenhagen, wo er bereits siegte. „Letztes Jahr war die erste Ausgabe, und ich konnte gewinnen. Es ist schön, dorthin zurückzukehren.“
Meeus joined BORA - hansgrohe in 2021
Geteilte Sprintführung als zentrales Kriterium
Mit Blick nach vorn stellt Meeus klar, dass es ihm nicht darum geht, alleiniger Leitsprinter eines Teams zu sein, sondern in einer strukturierten, leistungsgetriebenen Umgebung mit geteilten Verantwortlichkeiten zu gedeihen.
„Nein, das stimmt“, sagte er auf die Frage, ob Lidl-Trek bereits mehrere Sprinter habe. „Aber wie gesagt, ich bin nicht der Fahrertyp, der unbedingt der einzige Sprinter oder alleinige Leader sein muss. Ich liefere in einem Umfeld ab, in dem ich Führung teilen und Seite an Seite mit anderen Topfahrern Rennen fahren kann.“
Diese Sichtweise passt besonders zur Struktur bei Lidl-Trek, wo
Jonathan Milan und
Mads Pedersen bereits zentrale Rollen in Finals und Sprints einnehmen. Ein möglicher Wechsel würde Meeus daher voraussichtlich in ein Modell geteilter Führung einbinden, womit er sich offenbar wohlfühlt, solange über die Saison hinweg verlässliche, gut unterstützte Chancen auf Ergebnisse bestehen.