Die ersten Tage des Giro d’Italia 2026 sind von zahlreichen Stürzen geprägt worden – und auf der 5. Etappe ereignete sich abseits der TV-Kameras ein Zwischenfall, der zunächst große Sorgen auslöste. Mathys Rondel kollidierte mit dem Teamfahrzeug von UAE Team Emirates – XRG und zertrümmerte dabei die Heckscheibe des Wagens. Glücklicherweise blieb der Franzose unverletzt.
Mittlerweile ist der Vorfall vollständig aufgeklärt. Nach der Etappe bestätigte Tudor-Sportdirektor Matteo Tosatto gegenüber
In de Leiderstrui, dass Rondel den Unfall ohne Verletzungen überstanden habe.
Tosatto schildert chaotische Rennsituation
„Mathys geht es gut. Ich war selbst nicht dort, aber soweit ich verstanden habe, passierte es direkt nach einer Abfahrt. Mathys kam nach einem Platten zurück. Du kommst dort durchgefroren an, und plötzlich hält ein Auto vor dir an…“, erklärte Tosatto.
Mathys Rondel blieb nach seiner Kollision mit dem UAE-Teamauto beim Giro d’Italia 2026 glücklicherweise unverletzt
Die Etappe war von schwierigen Wetterbedingungen und mehreren Stürzen auf nassen Straßen geprägt. Besonders die Abfahrten sorgten immer wieder für gefährliche Situationen. Igor Arrieta und Afonso Eulálio, die später die ersten beiden Plätze der Etappe belegten und nun auch in der Gesamtwertung vorne liegen, kamen beide innerhalb der letzten 15 Kilometer unabhängig voneinander zu Fall.
Bereits während der TV-Übertragung waren Bilder einer zerstörten Heckscheibe am UAE-Teamauto zu sehen. Erst später wurde bestätigt, dass Rondel der Fahrer gewesen war, der in das Fahrzeug geprallt war.
Tosatto, selbst früher Profi, wollte jedoch niemandem die Schuld zuschieben. „Mathys fuhr direkt hinter dem Auto, weil er nach seinem Defekt wieder zurückkam. Das ist eine typische Rennsituation, wie man sie ständig erlebt. Niemand trägt hier die Schuld.“
Matxin saß selbst am Steuer des UAE-Fahrzeugs
Besonders brisant: Am Steuer des betroffenen Teamwagens saß niemand Geringerer als UAE-Teammanager Joxean Matxin selbst. Gegenüber dem niederländischen Medium schilderte er die Situation aus seiner Perspektive.
„Es war für alle ein komplizierter Tag. In diesem Moment hielten wir rechts an, weil ein Auto von Lidl–Trek vor uns gestoppt hatte. Außerdem regnete es nicht nur, sondern es hagelte sogar. Wir warteten darauf, wieder losfahren zu können – und plötzlich kam ein Fahrer von hinten“, erklärte Matxin.
Der Zusammenstoß ereignete sich an einem Anstieg und bei vergleichsweise geringer Geschwindigkeit, was die Folgen deutlich abschwächte. Im Anschluss wurde die Situation überprüft, wobei sich herausstellte, dass Rondel mit seinem Helm gegen die Heckscheibe geprallt war und diese dadurch zerbrach.
„Wir hörten sofort, dass es ihm gut geht, und Tosatto bestätigte uns das ebenfalls. Natürlich haben wir sofort nach seinem Zustand gefragt. Zum Glück passierte es nicht bei hohem Tempo. Ich denke, wir waren bei ungefähr 25 km/h unterwegs“, sagte Matxin weiter.
„Und ich glaube, die Scheibe zerbrach, weil er sie mit dem Helm traf. Er ist nicht durch die Scheibe gegangen. Das Wichtigste ist, dass es ihm gut geht.“
Trotz des Schreckmoments startet Rondel weiterhin mit intakten Chancen im Gesamtklassement in die 6. Etappe des Giro d’Italia. Der Franzose liegt aktuell auf Rang 21 der Gesamtwertung – zeitgleich unter anderem mit Jonas Vingegaard sowie seinem Tudor-Kapitän Michael Storer.