Die Vuelta a España 2026 hat
an diesem Samstag in Monaco begonnen, und die erste große Kontroverse entfaltete sich abseits des sportlichen Geschehens. Eine der geladenen Gästinnen des Rennens, Erola Jons, steht wegen eines Clips mit Tadej Pogacar heftig in der Kritik.
Gästin der Vuelta a España sorgt für große Kontroverse
Die Auftaktetappe fand außerhalb Spaniens statt, der Weltmeister holte sich nach einem Heimsieg in Monaco das Rote Trikot. Anschließend war er im Backstage-Bereich für die Siegerehrung und Medientermine.
Dort traf er auf Erola Jons, eine Influencerin mit 3,2 Millionen Followern auf Instagram, die Zugang zum Backstage-Bereich erhielt und von den Organisatoren zudem ein Mikrofon bekam, um Inhalte zu produzieren.
In einem Clip, der in den sozialen Netzwerken geteilt wurde, stand Jons dicht bei Tadej Pogacar und schien den Ausdruck „Pogachita“ zu verwenden, um die Aufmerksamkeit des UAE Team Emirates - XRG-Fahrers zu erlangen.
Als Pogacar auf sie zuging, stellte sie die Frage: „Warum hyperventilierst du jedes Mal, wenn du mich siehst?“ Die Frage erwischte den Träger des Roten Trikots kalt, er reagierte sichtlich überrascht.
Mangelnder Respekt gegenüber Fahrern und Journalistinnen gleichermaßen
Der Clip verbreitete sich rasch, allerdings ausschließlich aus negativen Gründen. In den sozialen Medien prasselte Kritik nieder, interpretiert als eklatanter Mangel an Respekt gegenüber dem Fahrer und dem Rennen.
Die Kritik blieb nicht auf Fans des Sports beschränkt, sondern kam auch von Journalistinnen und Journalisten – sowohl vor Ort als auch außerhalb. Die spanische Journalistin Laura Meseguer schrieb auf Instagram einen Kommentar, der das Vorgehen von Jons und die Entscheidung, ihr diese Rolle beim Rennen zu geben, scharf verurteilte.
„Viele Frauen kämpfen seit Jahren dafür, unseren Platz in einem von Männern dominierten Sport zu erweitern, damit wir mit Respekt behandelt werden und die gleichen Chancen wie alle anderen haben“, schrieb Meseguer. „Es ist ein schwerer Fehler, jemanden einzustellen, der absolut keine Ahnung vom Sport hat und dessen Inhalte auf dieser Reihe sexistischer Kommentare beruhen werden, vor denen wir Frauen seit Jahrzehnten zu fliehen versuchen!!!“
„Es ist ein Mangel an Respekt uns gegenüber, gegenüber den hier arbeitenden Frauen – und vor allem gegenüber den Radsportlern. Niemand sollte es ertragen müssen, wie ein Objekt behandelt zu werden, weder Frauen noch Männer.“