Movistar Team hat seine Aufstellung für die Vuelta a España 2026 finalisiert. Die spanische Mannschaft hat die acht Fahrer bestätigt, die die
letzte Grand Tour der Saison bestreiten. Nach einer schwierigen Tour de France und einem Giro d’Italia, in dem
Enric Mas hinter den Erwartungen blieb, soll das Jahr mit einem stärkeren Auftritt enden.
Auffällig ist das Fehlen von Nairo Quintana, der am Saisonende seine Karriere beendet. Angeführt wird das Team von Enric Mas, der theoretisch der Hauptkandidat für die Gesamtwertung ist. Der Mallorquiner kommt zur Vuelta mit der Aufgabe, eine Grand-Tour-Saison zu retten, die bislang holprig verlief. Sein Giro d’Italia blieb deutlich unter den Erwartungen, doch nach aufgebautem Rennrhythmus bei der Vuelta a Burgos, wo er Gesamtfünfter wurde, startet er in Spanien neu.
Die Vuelta bietet Mas erneut die Chance, jenes Wettkampfniveau wiederzufinden, das ihn hier mehrfach aufs Podium geführt hat. Das logische Ziel ist der Kampf um die Ehrenplätze in der Gesamtwertung und mindestens die Rückkehr in die Elite einer anspruchsvoll wirkenden Ausgabe.
An seiner Seite steht
Cian Uijtdebroeks als zweiter Kapitän. Der Belgier kommt mit vielen Fragezeichen nach einer enttäuschenden Tour de France, die er aufgab. Seitdem ist er kein Rennen gefahren, sodass die Vuelta seine Rückkehr ins Wettkampfgeschehen markiert.
Uijtdebroeks bringt jedoch eine besondere Motivation mit. Bei der Vuelta hatte er sich erstmals einem größeren Publikum als eines der größten Talente des Weltradsports empfohlen. Nun, mit mehr Erfahrung und nach seinem Wechsel zu Movistar Team, will er sein Topniveau wiederfinden und um die Top 10 der Gesamtwertung kämpfen.
Nairo Quintana erhält keinen Grand-Tour-Abschied
Viele Karten für Movistar im Kampf um Etappensiege
Die dritte große Karte des Teams ist
Iván Romeo. Der Fahrer aus Valladolid dürfte Freiheiten für eigene Chancen erhalten und ist einer, den Movistar auf Terrain für Angriffe schützen muss. Seine Entwicklung über das Jahr 2026 hinweg macht ihn zu einer der auffälligen jungen Referenzen der Spanier.
An Romeros Seite steht Pablo Castrillo, ein weiterer Fahrer, der in den Bergetappen eine tragende Rolle spielen kann. Der Spanier hat bereits gezeigt, dass er in fordernden Szenarien gewinnen kann, und sein Profil passt zu einer Vuelta, in der Ausreißer erheblich prägen könnten.
Raúl García Pierna wird ein weiterer wichtiger Baustein sein. Der Madrilene reist nach einem stabilen Jahr an und erhält Freiheiten für eigene Vorstöße, kann aber ebenso Unterstützungsaufgaben für die Kapitäne übernehmen, wenn es die Situation verlangt.
Komplettiert wird der Kader von Carlos Canal und Orluis Aular, zwei Fahrern, die zusätzliche Optionen bringen. Canal kann an Mittelgebirgstagen, in schnellen Finals oder aus Ausreißergruppen punkten; Aular ist eine der besten Karten des Teams, wenn Etappen in kleineren Gruppen oder Sprints enden. Der Venezolaner hat bei Movistar bereits gezeigt, dass er an solchen Tagen um vordere Positionen sprinten kann.
Orluis Aular bestreitet erneut die Vuelta für Movistar
Der einzige reine Helfer im Aufgebot ist Jorge Arcas, dem wohl eine der wichtigsten, aber unsichtbarsten Rollen zukommt. Seine Erfahrung und sein Arbeitspensum werden entscheidend sein, um Mas und Uijtdebroeks über drei Wochen zu schützen, Rennsituationen zu ordnen und einzuspringen, wenn bei Teamkollegen die Kräfte schwinden.
Movistar Team präsentiert damit eine ausgewogene Auswahl mit zwei GC-Leadern und einer breiten Palette an Fahrern, die Etappensiege anpeilen können. Hauptziel ist, dass Mas und Uijtdebroeks zu ihrer Bestform zurückfinden, während Romeo, Castrillo, García Pierna, Canal und Aular die “Telefontruppe” in verschiedenen Etappen beleben dürfen.
Die Vuelta ist somit die letzte große Chance für Movistar Team, 2026 mit einer Leistung abzuschließen, die den hohen Erwartungen nach einem verstärkten Kader gerecht wird. Die Spanier hatten die Bedeutung der Grand Tours in ihren sportlichen Zielen bereits betont, nun gilt es, dies daheim zu untermauern.
Movistar Team bei der Vuelta a España 2026
| Fahrer | Nationalität |
| Enric Mas | Spanien |
| Cian Uijtdebroeks | Belgien |
| Iván Romeo | Spanien |
| Carlos Canal | Spanien |
| Jorge Arcas | Spanien |
| Raúl García Pierna | Spanien |
| Orluis Aular | Venezuela |
| Pablo Castrillo | Spanien |