Mikel Landa zu Euskaltel-Euskadi? Bericht deutet auf Rückkehr des Basken zur Saison 2027 hin

Radsport
Sonntag, 05 Juli 2026 um 21:00
mikellanda
Die Tour de France dominiert derzeit die Radsportwelt, doch im Hintergrund laufen die Weichenstellungen für 2027 bereits. Fahrer verhandeln ihre Zukunft, Agenten loten Optionen aus. Ein Transfer jedoch scheint ohne großes Taktieren kurz vor dem Abschluss: Mikel Landa steht offenbar vor der Rückkehr „nach Hause“ zu Euskaltel - Euskadi.
Landa wurde 2009 bei Orbea - Oreka SDA Profi und stieg im Jahr darauf mit Euskaltel - Euskadi in die WorldTour auf. Drei Jahre fuhr er in Orange, holte seinen ersten Profisieg und bestritt seine erste Grand Tour. Nach dem Aus des Teams 2013 fand der Kletterer neue Arbeitgeber. Stationen bei Astana und Team Sky prägten die erfolgreichste Phase seiner Karriere, sowohl von den Resultaten als auch seiner Präsenz im Peloton.
2018 verließ er die ganz großen Teams und schloss sich Movistar an, eine Rückkehr nach Spanien mit erneuter Kapitänsrolle. Im selben Jahr war Landa maßgeblich an der Wiederbelebung der Mannschaft unter dem Namen „Fundacion Euskadi“ beteiligt, die 2020 wieder den ursprünglichen Namen Euskaltel annahm. Das Team fährt als ProTeam, umfasst derzeit 20 Fahrer – überwiegend Basken – und kombiniert erfahrene Routiniers mit Talenten.
Laut dem Regionalmedium Deia gibt es bereits eine mündliche Einigung, es fehlt nur noch die Unterschrift. Landa fuhr zwei Saisons für Movistar, ehe er 2020 bis 2023 für Bahrain - Victorious startete; seit 2024 gehört er zu Soudal - Quick-Step, wo er ursprünglich als Berghelfer von Remco Evenepoel verpflichtet wurde.
Mikel Landa bei der Katalonien-Rundfahrt 2026
Mikel Landa war bei Quick-Step als Leader im Einsatz, könnte aber bald zu Euskaltel - Euskadi wechseln

Dreht Euskaltel die Zeit zurück?

2024 fuhr Landa wohl seine beste Grand Tour nach Wattwerten und wurde Fünfter bei der Tour de France. In jenem Jahr lieferten Tadej Pogacar, Jonas Vingegaard und Remco Evenepoel jeweils die stärksten Kletterleistungen ihrer Karrieren ab. Später wurde er Achter bei der Vuelta a España.
2025 sollte er das Team beim Giro d’Italia anführen, stürzte jedoch am Auftaktstag und erlitt Wirbelbrüche. Das kostete ihn nicht nur den Giro, sondern verhinderte auch spätere Gesamtwertungsambitionen bei den anderen Grand Tours. Auch 2026 war das Glück nicht auf der Seite des Basken: Ein Sturz bei der Baskenland-Rundfahrt führte zu einem Beckenbruch. Zwar kehrte er bei der Ronde van Zwitserland ins Peloton zurück, startete aber weder beim Giro d’Italia noch bei der Tour de France wie ursprünglich geplant.
Damit ist Landas Zukunft im Vertragsjahr offen. In den mutmaßlich letzten Jahren der Karriere des 36-Jährigen könnte er die Teamziele stützen – Euskaltel liegt derzeit auf Rang 31 der UCI-Wertung, einen Platz unter der Schwelle, um als ProTeam eine Grand-Tour-Einladung zu beantragen.
Darüber hinaus könnte seine Rückkehr das Team wieder stärker ins Rampenlicht rücken. Landa dürfte eine Schlüsselrolle in der Entwicklung und Anleitung seiner Teamkollegen einnehmen – und seine frühere Einbindung ins Management legt nahe, dass seine Zukunft auch abseits des Radsattels dort verankert sein könnte.
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