Wout Van Aert hat die belgischen
Gravel-Meisterschaften auf dem zweiten Platz beendet und musste sich dabei seinem engen Freund Daan Soete geschlagen geben. Bitterkeit verspürte der Belgier nach der Niederlage allerdings keine. Van Aert räumte zwar ein, dass er den Titel gerne selbst gewonnen hätte, stellte aber vor allem das besondere gemeinsame Erlebnis mit einem Weggefährten heraus, mit dem er seit Jahren trainiert und aufgewachsen ist.
„Ich bin überhaupt nicht enttäuscht“, erklärte Van Aert nach dem Rennen gegenüber
Wielerflits. Der Profi von Visma - Lease a Bike würdigte Soete als verdienten Sieger und machte gleichzeitig deutlich, wie viel Kraft ihn das Rennen gekostet hatte. „Er ist ein würdiger Sieger. Wir sind sehr gute Freunde, also … Ich habe im Rennen viel Kraft gelassen und war nah an Krämpfen.“
„In der letzten Runde hatte ich Gänsehaut“
Der zweite Platz hinderte Van Aert nicht daran, einen für ihn außergewöhnlichen Tag zu genießen. „Ich hätte selbst gern gewonnen, aber ich bin überhaupt nicht enttäuscht“, betonte er. Dass ausgerechnet er und Soete gemeinsam die entscheidende Phase des Rennens bestritten, verlieh dem Finale für Van Aert eine ganz besondere Bedeutung.
Wout Van Aert musste sich bei den belgischen Gravel-Meisterschaften seinem engen Freund Daan Soete geschlagen geben, genoss das besondere Duell aber dennoch.
„Die Tatsache, dass wir zusammen das Finale gefahren sind … In der letzten Runde hatte ich Gänsehaut. Wir fahren diese Straßen fast täglich; schließlich sind wir zusammen aufgewachsen. Es ist surreal, dass es so aufgegangen ist, denn wir hatten gehofft, das Rennen gemeinsam zu kontrollieren“, erklärte Van Aert.
Gleichzeitig unterstrich der Belgier, wie anspruchsvoll das Rennen angesichts der Qualität der Konkurrenz gewesen war. „Es war nicht einfach, denn es waren viele starke Fahrer dabei. Was für ein besonderer Tag!“, fasste Van Aert seine Eindrücke zusammen.
Fans sorgen für besondere Atmosphäre bei den Meisterschaften
Zusätzlich geprägt wurde der Tag von der großen und lautstarken Kulisse entlang der Strecke. Für Van Aert kam der enorme Zuspruch keineswegs überraschend. „Das hatte ich bereits erwartet“, sagte der Belgier.
In den vergangenen Wochen habe er deutlich gespürt, wie sehr die Öffentlichkeit den belgischen Gravel-Meisterschaften entgegengefiebert hatte. „In den letzten Wochen drehte sich alles um diese belgische Meisterschaft. Die Fans haben mich nicht enttäuscht, und das ist großartig.“
Für Van Aert richtet sich der Blick nun unmittelbar auf die nächste große Herausforderung. Bereits am kommenden Samstag beginnt die Vuelta a Espana, bei der der Profi von Visma - Lease a Bike erneut eine Schlüsselrolle innerhalb seiner Mannschaft übernehmen wird.
Der zweite Platz bei den belgischen Gravel-Meisterschaften bildet damit das letzte Kapitel vor Van Aerts Rückkehr zu einer der großen Landesrundfahrten der Saison.