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Sturz und Tod von Finlay Tarling hat die Sicherheitsdebatte im Radsport erneut auf den Tisch gebracht. Das betrifft nicht nur die Organisatoren, sondern auch die Fahrer selbst. Bei der Arctic Race of Norway äußerten sich
Wout Poels und Darren van Bekkum zu ihren Gedanken nach der Tragödie.
Tarlings Tod lässt Wout Poels über seine eigene Karriere nachdenken
„So ein Schlag trifft das Team hart, aber das betrifft uns alle“, sagte Poels gegenüber
De Telegraaf. Tarling war auf der 8. Etappe der Volta a Portugal frontal von einem Fahrzeug erfasst worden, das unter noch ungeklärten Umständen auf die Strecke gelangte. Der Tod des Walisers erschütterte die Radsportwelt, teamübergreifend wurde darüber gesprochen, wo der Sport derzeit steht.
„Wir haben gestern beim Abendessen darüber gesprochen. Da merkt man, dass das in den vergangenen Jahren immer häufiger passiert. Wenn man sieht, wie oft es vorkommt, denkt man schon, dass 18 Jahre als Profi genug sind“, gibt der Niederländer zu. „Andererseits macht das Rennenfahren an sich immer noch Spaß.“
Berichten zufolge fuhr das Fahrzeug bei dem portugiesischen Rennen von einer Nebenstraße auf die Strecke, die zwar signalisiert, aber nicht durch Ordnungskräfte abgesichert war. Nachdem er Anwohner gefragt hatte, wurde dem Fahrer gesagt, das gesamte Rennen sei bereits vorbeigefahren – kurz bevor Tarling dort ankam. Der Zusammenstoß ereignete sich dann in einer uneinsehbaren Kurve.
„Nicht falsch verstehen: Was Tarling passiert ist, ist furchtbar, oder? Aber in dieser Woche sind in den Niederlanden auch zwei Menschen bei einem Bauernprotest gestorben, und leider gibt es so viele Vorfälle, bei denen Menschen ihr Leben verlieren. Jede Familie hat ihre eigenen Kämpfe. Und ja, wenn so etwas in der eigenen Blase passiert, trifft es einen noch einmal härter.“
Wout Poels sorgt sich um die derzeitigen Sicherheitsbedingungen im Radsport
Die größte Angst der Fahrer
„Wenn man so etwas hört, trifft es einen wirklich“, sagte Astanas Darren van Bekkum dem niederländischen Medium. „Ist das die größte Angst eines jeden Fahrers? Man sollte sich nicht darin verlieren, aber es ist traurig, dass wir jedes Jahr von einem gestorbenen Fahrer hören. Das ist nicht das, was diesen Sport so schön macht. Es ist schrecklich.“
Der Sport hat einen Anstieg tödlicher Vorfälle bei Rennen erlebt, und dieser jüngste Fall bringt einen weiteren Risikofaktor in den Fokus. 2025 zogen sich bei der Etoile de Besseges mehrere Teams nach wiederholten Situationen zurück, in denen Fahrzeuge auf die Strecke gelangten. Solche Fälle können zu Tragödien wie dieser führen.
Das norwegische Rennen hielt zu Beginn eine Würdigung für Tarling ab. „Es ist eine schöne Geste, Finlay Tarling auf diese Weise zu gedenken. Und ja, das Besondere an diesem Sport ist, dass das Rennen danach weitergeht. Man hört oft, dass das Rennen auf niemanden wartet, und in solchen Fällen ist das eigentlich ziemlich traurig.“