Ergebnisse Arctic Race of Norway 2026, 4. Etappe – Cedrik Bakke Christophersen gewinnt die Schlussetappe, Guillermo Thomas Silva rettet den Gesamtsieg

Radsport
durch Nic Gayer
Sonntag, 16 August 2026 um 17:51
Arctic Race of Norway stage 4 finish
Cedrik Bakke Christophersen hat am Sonntag die Schlussetappe des Arctic Race of Norway 2026 gewonnen und sich damit als zehnter norwegischer Etappensieger in die Geschichte der Rundfahrt eingetragen. Mit einer späten Attacke aus der Favoritengruppe setzte er sich entscheidend ab und rettete seinen Vorsprung bis ins Ziel.
Im Kampf um den Gesamtsieg ließ sich Spitzenreiter Guillermo Thomas Silva derweil nicht mehr aus der Ruhe bringen. Der Profi von XDS Astana wehrte am Schlussanstieg sämtliche Angriffe seiner Konkurrenten souverän ab und brachte die Gesamtführung erfolgreich ins Ziel.

Elf Fahrer in Schlagdistanz: Showdown um den Gesamtsieg

Vor dem Finale war der Kampf um die Gesamtwertung noch völlig offen gewesen. Gleich elf Fahrer lagen innerhalb einer Minute hinter Spitzenreiter Silva. Besonders dicht folgte ihm der Vorabfavorit Lennert van Eetvelt, doch auch Anwärter wie Alessandro Pinarello, Seb Berwick, Rhobbe Dhondt und Felix Engelhardt gingen mit realistischen Chancen in den entscheidenden Tag.
Ein letzter, 2,8 Kilometer langer Anstieg mit durchschnittlich acht Prozent Steigung bot die ideale Rampe für einen Angriff auf die Gesamtführung. Damit war auf dem Weg nach Narvik alles für einen großen Kampf sowohl um den Etappensieg als auch um die Gesamtwertung angerichtet.
Das Peloton schien zunächst bereit, die Entscheidung vollständig auf die letzten Kilometer zu vertagen. Drei Fahrer konnten sich absetzen und bildeten die Fluchtgruppe des Tages. Das Duo Adne Holter und Henrik Pedersen von Uno-X Mobility erhielt dabei Gesellschaft von Anders Foldager.
Der Vorsprung des Trios wuchs 40 Kilometer vor dem Ziel auf beinahe drei Minuten an, begann anschließend jedoch kontinuierlich zu schrumpfen. Das Tempo im Feld wurde zunehmend verschärft, sodass der Abstand 15 Kilometer vor dem Ziel bereits unter zwei Minuten gefallen war. Bevor der finale, knapp drei Kilometer lange Anstieg begann, mussten zudem noch drei kurze Wellen bewältigt werden.

Christophersen attackiert nach der Flamme Rouge – Silva kontrolliert die Konkurrenz

Zehn Kilometer vor dem Ziel gerieten die Ausreisser endgültig in Reichweite des Pelotons. Ihr Vorsprung sank erstmals seit der frühen Rennphase auf weniger als eine Minute. Obwohl es August war, zeigte das Thermometer nördlich des Polarkreises weniger als 14 Grad an. Am Fuß des entscheidenden Anstiegs wurde es im Kampf um den Gesamtsieg dafür umso heißer.
Nachdem die Ausreisser gestellt worden waren, übernahm Gesamtleader Guillermo Thomas Silva höchstpersönlich die Führungsarbeit, um mögliche Attacken seiner Rivalen zu neutralisieren. Gut zwei Kilometer vor dem Ziel ging Thomas Gachignard dennoch in die Offensive. Aufgrund seines größeren Rückstands in der Gesamtwertung ließ man ihn zunächst ziehen, sodass er schnell einen Vorsprung von mehr als zehn Sekunden herausfahren konnte.
Im Feld erhöhte anschließend Alessandro Covi das Tempo. Kurz nach der Flamme Rouge setzte schließlich Cedrik Bakke Christophersen zur entscheidenden Attacke an. Der Profi der Unibet Rose Rockets schloss zu Gachignard auf, zog an ihm vorbei und schaffte es, die heranstürmenden Favoriten bis zur Ziellinie auf Distanz zu halten.
Ludovico Crescioli belegte mit drei Sekunden Rückstand den zweiten Platz. Silva selbst überquerte die Ziellinie als Dritter und krönte mit einer souveränen Vorstellung seinen Gesamtsieg beim Arctic Race of Norway 2026. Die übrigen Favoriten erreichten das Ziel in der Zeit von Crescioli und Silva. Damit gehörten unter anderem van Eetvelt, Pinarello und Wout Poels am Ende zu den Top Ten der Gesamtwertung.

Ergebnisse Arctic Race of Norway 2026, Etappe 4:

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