"Ich wäge meine Worte ab, aber sie waren völlig unzureichend" - Patrick Lefevere schimpft nach dem schlechten Abschneiden von Soudal - Quick-Step beim E3 Saxo Classic 2024
In den Glanzzeiten des "Wolfsrudels" verging kaum eine Tour des Flandres, bei der nicht ein Soudal - Quick-Step-Fahrer um den Sieg mitmischte. Das war am vergangenen Freitag bei der E3 Saxo Classic 2024 nicht der Fall, sehr zum Leidwesen von Patrick Lefevere.
"Yves Lampaert ist der beste Fahrer unseres Teams, er liegt auf Platz 29, mehr als vier Minuten hinter dem Sieger", begann der stets freimütige und oft umstrittene Teamchef von Soudal - Quick-Step sein Resümee im Gespräch mit Het Nieuwsblad. "Ich wäge meine Worte ab, aber sie waren völlig unzureichend."
"Ich will ehrlich sein: Wie wir uns als Team abgesetzt haben, war einfach nur schmerzhaft", so Lefevere weiter. "Ich habe uns rund 90 Kilometer vor dem Ziel in Führung gesehen, aber danach: das große Nichts. Wir sind nicht einmal in der Gruppe hinter Mathieu van der Poel und Wout van Aert vertreten. LIDL-Trek hat drei Männer in den Top Ten. UAE Team Emirates ist ohne Tadej Pogacar nur noch mit zwei Mann vertreten. Und wir haben nichts."
Am kommenden Sonntag steht Gent Wevelgem auf dem Programm, und trotz des unauffälligen Auftritts von Soudal - Quick-Step bei der E3 drückt Lefevere die Daumen für eine hoffnungsvollere Leistung. "Tim Merlier bringt die Siegerstimmung mit", sagt er. "Wenn es ein Sprint wird, mit Kooij und Philipsen, dann ist das für uns von Vorteil."
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Für Radsportaktuell.de berichtet er über den professionellen Radsport und begleitet das Geschehen von der WorldTour bis zu wichtigen nationalen und internationalen Rennen. Sein Schwerpunkt liegt auf Vorberichten, Rennzusammenfassungen und Analysen, mit denen er Entwicklungen im Peloton klar einordnet.
Bei seiner Arbeit wird Nic von den Kolleginnen und Kollegen der Schwesterplattform CyclingUpToDate unterstützt, wodurch er regelmäßig direkten Zugang zu Teams, Fahrern und offiziellen Terminen erhält. Er arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus. In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.