Tadej Pogacars bevorstehendes Debüt bei Paris-Roubaix sorgt für Aufsehen in der Radsportwelt. Auch der legendäre Kommentator Phil Liggett verfolgt gespannt, wie sich der slowenische Superstar auf dem berüchtigten Kopfsteinpflaster schlagen wird. In der NBC-Sendung Beyond The Podium teilte Liggett seine Gedanken zu Pogacars erster Teilnahme an einem der härtesten Klassiker des Sports.
„Sobald man in den Wald von Arenberg und die Gräben außerhalb kommt, kämpft jeder für sich – es ist ein Schlachtfeld“, erklärte Liggett. „Wenn du ein Rad fallen lässt, kann dein Rennen vorbei sein.“ Die „Hölle des Nordens“ ist bekannt für ihre brutalen Sektoren, unvorhersehbaren Bedingungen und das oft chaotische Renngeschehen. Pogacar, der für seine Aggressivität und Ausdauer berüchtigt ist, wird hier eine völlig neue Herausforderung erleben.
„Ich frage mich, wie Tadej mit dem ganzen Chaos umgehen wird“, fuhr Liggett fort. „Er muss seine Position an der Spitze von den ersten Steinen an verteidigen.“ Pogacars offensiver Rennstil könnte ihn dazu verleiten, früh anzugreifen. Doch wie Liggett betont, liegt die wahre Herausforderung in der enormen Renndistanz und der Fähigkeit, das hohe Tempo bis ins Ziel durchzuhalten.
„Ein so schwieriges Rennen. Bei seinem Enthusiasmus wird er sich sofort austoben wollen, sobald er die Chance dazu bekommt. Aber kann er die Distanz durchhalten – das ist die Frage?“ Pogacar hat bereits Klassiker wie die Flandern-Rundfahrt, die Lombardei-Rundfahrt und Lüttich-Bastogne-Lüttich gewonnen. Doch Roubaix ist eine völlig andere Prüfung, die schon viele große Namen vor unlösbare Probleme gestellt hat.
Trotz aller Unwägbarkeiten ist sich Liggett sicher: Pogacar wird dem Rennen seinen Stempel aufdrücken. „Ich sehe, dass er ein absolutes Chaos verursachen wird!“ Mit Mathieu van der Poel, dem amtierenden Paris-Roubaix-Champion, an der Startlinie könnten die Fans ein episches Duell zwischen zwei der besten Fahrer der Welt erleben.
Die große Frage bleibt: Kann Pogacar van der Poel mit dessen eigenen Waffen schlagen? Die Antwort gibt es in wenigen Wochen – bei einer der am meisten erwarteten Ausgaben von Paris-Roubaix seit Jahren.