Juan Ayuso wird
Lidl-Trek bei der
Tour de France 2026 anführen, hat seine Vorbereitung auf das Rennen jedoch durch eine kurzfristige Verletzung unterbrochen gesehen. Der 23-Jährige wurde beim letztmonatigen Tour Auvergne-Rhône-Alpes Gesamtvierter, erlitt jedoch am Schlusswochenende der Rundfahrt eine Erkrankung.
Der spanische Kletterer sorgte für Aufsehen, als er sowohl auf den Bergankünften der Etappen 7 und 8 attackierte und jeweils Zweiter hinter Isaac del Toro wurde. Drei Wochen vor dem Grand Départ ein starkes Signal.
Für Ayuso ist es eine von Verletzungen geprägte Saison. Er stürzte bei Paris–Nizza aus dem Rennen, anschließend war seine Baskenland-Rundfahrt von einer Erkrankung beeinträchtigt – mit anschließender Radpause bis zum Comeback in der Auvergne.
Und erneut musste Ayuso vor der Abreise nach Barcelona vom Rad steigen, betont aber, dass alles im Lot sei, während er in diesem Monat seine Topform anpeilt. Mit Tadej Pogacar und Jonas Vingegaard als Favoriten auf Gelb sieht sich Ayuso im Kreis der Podiumsanwärter, zu denen auch Paul Seixas, Remco Evenepoel und Florian Lipowitz zählen.
„Es lief nicht so gut, wie ich gehofft hatte, aber unter den Umständen bin ich in guter Verfassung“,
sagte Ayuso zu Wielerflits.Ayuso über Erkrankung nach dem Tour Auvergne-Rhône-Alpes
„Nach der Baskenland-Rundfahrt hatte ich gesundheitliche Probleme, die mich lange vom Wettkampf fernhielten. Dann wurde ich auch während des Dauphiné [Tour Auvergne-Rhône-Alpes, Anm. d. Red.] krank.“
Der Spanier betonte nach der Teampräsentation am Donnerstag, dass er sich gut fühle, und nimmt die Grande Boucle Schritt für Schritt: „Die Erholung war schwierig, aber seit zwei Wochen fühle ich mich wieder gut. Ich bin froh, in der Verfassung hier zu sein, in der ich jetzt bin. Ich nehme es, wie es kommt. Angesichts der Umstände habe ich das Maximum herausgeholt.“
Im Detail startete Ayuso die Schlussetappe in der Auvergne mit Kopfschmerzen. Die Erkrankung verschlimmerte sich, fiel jedoch glücklicherweise mit einer ohnehin geplanten Ruhephase zusammen. Nicht optimal, aber er bleibt positiv.
Juan Ayuso erlitt eine Erkrankung beim Tour Auvergne-Rhône-Alpes
Lidl-Trek-Kapitän blickt nach vorn
„Ich habe es am Samstagabend gemerkt. Am Sonntagmorgen hatte ich Kopfschmerzen. Ich bin froh, dass ich trotzdem noch eine recht gute Etappe fahren konnte. Danach musste ich drei bis vier Tage mit dem Training pausieren. Das hätte ich ohnehin gemacht, denn das war normalerweise eine Ruhephase“, sagte Ayuso.
„Wenn ich mir einen Zeitpunkt aussuchen müsste, um krank zu werden, dann diesen. Ich bleibe positiv. Ich habe nicht so viel eingebüßt, wie wenn ich jetzt krank geworden wäre.“
Sein Lidl-Trek-Team umfasst für die Kletteretappen Mattias Skjelmose, Derek Gee-West und Quinn Simmons als Unterstützung. Er rüstet sich für eine schnelle, hektische erste Woche, bevor das Finale in den Alpen den Ausschlag geben dürfte.
Er ergänzte: „Es ist schwer zu sagen. Ich kann mich im Rennen noch steigern. Der schwerste Teil kommt am Ende. Ich muss vor allem die erste Woche überstehen. Die Alpen werden letztlich entscheidend sein. Hoffentlich bin ich dann in Topform.“