Tadej Pogacar wird in dieser Saison erstmals bei Paris-Roubaix starten – mit dem klaren Ziel zu gewinnen. Obwohl andere als größere Favoriten gelten, hat der dreimalige Tour-de-France-Sieger bereits bewiesen, dass Kopfsteinpflaster für ihn kein Hindernis ist. Sein Start sorgt für Begeisterung, insbesondere bei Tour-Direktor Christian Prudhomme. "Es ist fantastisch, den letzten Tour-Sieger bei diesem Monument zu sehen", schwärmt er. Ein solches Szenario hat es seit drei Jahrzehnten nicht mehr gegeben.
Der letzte Tour-de-France-Champion, der sich der "Hölle des Nordens" stellte, war Bradley Wiggins im Jahr 2014. Der Brite belegte damals Rang neun – eine Marke, die Pogacar bei seinem Debüt übertreffen könnte. Sein überraschender Entschluss, das Rennen in Angriff zu nehmen, sorgt für Staunen. "Ich hätte nicht gedacht, dass Pogacar so früh kommt", gesteht Prudhomme. Schon sein Training in Arenberg ließ Spekulationen zu, doch sein Start ist eine echte Sensation.
Zweifel an seiner Kopfsteinpflaster-Qualität gibt es keine. "Wir haben 2022 auf der Arenberg-Etappe der Tour gesehen, was er kann", erinnert sich Prudhomme. Damals attackierte Pogacar mit Jasper Stuyven und setzte sich eindrucksvoll in Szene. Der Vergleich mit Wiggins liegt nahe, doch Pogacar hat andere Ambitionen: Er will nicht nur dabei sein – er will gewinnen.
Ob er das Velodrom von Roubaix als Erster erreicht, bleibt offen. "Mathieu van der Poel ist weiterhin der Favorit", räumt Prudhomme ein. Doch eines sei sicher: "Wir werden einen unglaublichen Kampf erleben, denn Pogacar ist ein Draufgänger. Immer. Wir können es kaum erwarten."