Wie viele andere Teams witterte auch das
XDS Astana Team auf der sechsten Etappe des Giro d’Italia 2026 die Chance für eine Ausreißergruppe. Deshalb schickte die kasachische Mannschaft ihre zwei stärksten Karten nach vorn: Cristian Scaroni und Guillermo Thomas Silva. Am Ende reichten die gemeinsamen Kräfte nicht zum Etappensieg, doch Platz 3 für Silva und Platz 5 für Scaroni sind für das Team ein mehr als respektables Resultat.
„Der Plan des Teams war heute, in die Ausreißergruppe zu gehen, da wir wussten, dass sie sehr gute Chancen hat, bis ins Ziel durchzukommen. Zum Glück haben es zwei von uns geschafft, dabei zu sein“, erläutert Silva die Vorabstrategie in einer
Team-Pressemitteilung.
Astana geht in die Offensive
Die Etappe war geprägt von Dauerregen, Nebel und generell widrigen Bedingungen; vier Fahrer stiegen deshalb aus dem Rennen aus. „Es war ein sehr harter Tag, es regnete von Beginn an. Wir wussten, dass der Schlüsselpunkt der finale Anstieg sein würde. Zwei Fahrer setzten sich dort ab und wir konnten die Lücke nicht schließen, aber ich bin nach gestern mit meinen Beinen zufrieden.“
Auch wenn
Igor Arrieta und Afonso Eulálio für das Astana-Duo eine Spur zu stark waren, arbeiteten sie zusammen mit den Italienern Gianmarco Garofoli (Soudal - Quick-Step) und Lorenzo Milesi (Movistar Team) weiter, um die späten Angreifer aus dem Peloton auf Distanz zu halten. „Ich bin auch zufrieden mit der Arbeit, die Christian und ich gemeinsam in der Ausreißergruppe geleistet haben. Insgesamt ist es ein gutes Ergebnis, und dieser Giro ist noch lang“, schloss Silva.
Scaroni bis auf die Knochen durchgefroren
Während sein uruguayischer Teamkollege in extremen Bedingungen offenbar aufblüht (wie bereits auf Etappe 2 gezeigt), zeigte sich Scaroni nach Etappe 5 im Interview etwas weniger angetan vom Wetter. Besonders die letzte Rennstunde hob der Italiener hervor:
„Nach dem Anstieg 50 Kilometer vor dem Ziel kam die Kälte, so kalt…“, kommentierte er mit zitternder Stimme. „Ab diesem Moment habe ich sehr gelitten. Es war ein harter, intensiver Tag.“
Scaroni zählte zu den erwarteten Protagonisten des Tages: Das Profil lag ihm perfekt, und er enttäuschte nicht. „Wir hatten diesen Tag rot im Kalender markiert. Schade, dass es nicht zum Sieg gereicht hat, aber wir haben einen großartigen Job gemacht. Wir haben alles gegeben.“