"Ich habe bereits ein Flugticket gekauft, aber sie wollen mir mein Fahrrad nicht geben" - Taschkents einzige Tour-Finisherin sieht sich bei ihrem Ziel, in Zürich zu starten, vom usbekischen Verband herausgefordert
Das Tashkent City Women Professional Cycling Team sorgte mit seinen Auftritten bei den größten Frauenrennen für Aufsehen in der Radsportwelt, ebenso wie mit der Nachricht, dass das Team nach den Olympischen Spielen in Paris aufgelöst wird, da es in den Augen des usbekischen Radsportverbands seinen Zweck erfüllt hat.
Einer der Lichtblicke bei Taschkent war die 22-jährige Yanina Kuskova, die einzige Teilnehmerin aus dem asiatischen Team bei der Tour de France Femmes. Die junge Fahrerin zeigte sowohl Entschlossenheit als auch Qualitäten, die eines Profivertrags würdig wären. Verdientermaßen wurde sie für die Weltmeisterschaften in Zürich nominiert, aber ihr Start im Straßenrennen wird immer schwieriger.
"Ich habe bereits ein Ticket für die Teilnahme an der Weltmeisterschaft gekauft. Aber jetzt stehe ich vor einem neuen Problem - sie wollen mir mein Fahrrad und die Pinarello-Räder nicht geben, und das alles beim usbekischen Radsportverband", beginnt Kuskova ihre herzergreifende Geschichte auf Instagram.
"Als ich fragte, warum sie mir mein Fahrrad und meine Räder nicht geben, obwohl ich meine Reise vollständig bezahlt habe, antworteten sie mir, dass ich es nicht verdiene, am Wettbewerb teilzunehmen. Sie antworteten, dass ich es wegen meines Verhaltens nicht verdiene, an den Start zu gehen, weil ich vor ein paar Tagen einen Instagram-Post geschrieben hatte, der ihnen nicht gefiel", schildert sie die Erklärung des usbekischen Verbandes.
Kuskova fährt fort: "Ich wurde auch für meine schlechten Leistungen in den letzten 3 Jahren und die fehlenden Ergebnisse getadelt. Das ist alles sehr traurig, denn in diesen 3 Jahren habe ich mein Bestes gegeben, aber der Radsportverband hat es nicht bemerkt."
Abschließend würdigt Kuskova die Arbeit derjenigen, die das Projekt Taschkent vor drei Jahren auf die Straße brachten, wohl wissend, dass ihre harschen Worte gegenüber dem Verband auf sie zurückfallen könnten: "Aber ich liebe immer noch mein Team, mein Land, weil es mir so viel gegeben hat, aber jetzt bin ich sehr verärgert, dass die Dinge so geschehen (ich könnte für diesen Beitrag Ärger bekommen, das ist mir klar, aber ich möchte einfach mitteilen, was mit mir und meinen Gefühlen los ist)."
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Für Radsportaktuell.de berichtet er über den professionellen Radsport und begleitet das Geschehen von der WorldTour bis zu wichtigen nationalen und internationalen Rennen. Sein Schwerpunkt liegt auf Vorberichten, Rennzusammenfassungen und Analysen, mit denen er Entwicklungen im Peloton klar einordnet.
Bei seiner Arbeit wird Nic von den Kolleginnen und Kollegen der Schwesterplattform CyclingUpToDate unterstützt, wodurch er regelmäßig direkten Zugang zu Teams, Fahrern und offiziellen Terminen erhält. Er arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus. In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
Another twist in the tale of Yanina Kuskova's journey to the World Championships - she bought her own ticket to Zurich in the end after the fed ones only got her there the day before the road race
Having done that, the Uzbekistan Cycling Fed is now not letting her have her bike