In einem kurzen Video-Interview mit Jan Bakelants beantwortete
Wout van Aert Fragen zu seiner Zukunft im Profi-Radsport, zu
Mathieu van der Poel und weiteren Themen. Trotz der Kürze bot es Einblicke in die Ansichten des Belgiers und seinen Karriereausblick.
Van Aert spricht über Karriere, Ronde und van der Poel
Der Fahrer von Team Visma | Lease a Bike steuert auf ein wichtiges Wochenende zu,
denn er kehrt als Kapitän der niederländischen Mannschaft zur Ronde van Vlaanderen zurück. Mit Christophe Laporte und Per Strand Hagenes an seiner Seite will Visma gemeinsam mit Evenepoel die Dominanz von Tadej Pogacar und Mathieu van der Poel aufbrechen, die das Rennen seit 2022 prägen.
Seit über einem Jahrzehnt misst sich van Aert mit Mathieu van der Poel. Auf die Bitte, den Niederländer mit einem der modernen Klassiker-Helden, Tom Boonen, zu vergleichen, kam seine Antwort prompt: „Sorry Tom, aber für mich steht Mathieu über ihm.“
Mit drei Siegen in Paris-Roubaix und bei der Ronde van Vlaanderen, alle seit 2020, dazu zwei Titeln in Milano–Sanremo, einem WM-Titel, einem Strade Bianche, Tour-de-France-Etappensiegen, vielen weiteren Klassikern und natürlich auch rekordverdächtigen acht Cross-Weltmeistertiteln, fällt es schwer, irgendeinen aktuellen Fahrer mit den Palmarès des Alpecin-Premier Tech-Profis zu vergleichen.
Für van Aert bleibt der Traum, eines Tages Straßen-Weltmeister zu werden, ein Ziel, das er weiter verfolgen will. „Ich hoffe es, ja.“ Wie lange seine Karriere noch dauert, ist allerdings eine berechtigte Frage: Er ist 31, seit rund einem Jahrzehnt in der Weltspitze, hatte in den vergangenen Jahren mehrere schwere Verletzungen und eine Familie zu Hause.
Bakelants fragte, ob er in fünf Jahren noch Rennen fahren werde. Die Antwort ist nicht endgültig, deutet aber seine aktuelle Erwartung an: „Die Chance ist größer, dass ich es tue, als dass ich es nicht tue.“ Van Aert besitzt derzeit einen lebenslangen Vertrag bei Visma, was ihm eine lange Fortsetzung seiner Laufbahn ermöglicht.