„Es war ein Schock für meinen Körper“ – Sind Derek Gees Chancen in der Giro-d’Italia-Gesamtwertung in Gefahr?

Radsport
Mittwoch, 22 April 2026 um 14:45
Derek Gee
Derek Gee war einer der prominenten Winterzugänge bei Lidl-Trek, doch der Start in die ersten Monate verlief alles andere als leicht. Nachdem er Ende 2025 nach seinem Abschied vom NSN Cycling Team – zuvor Israel – Premier Tech – mehrere Monate ohne Team und Trainer war, hat eine Erkrankung seine Vorbereitung auf den Giro d’Italia beeinträchtigt.

Derek Gees Formaufbau vor dem Giro d’Italia

Der kanadische Meister eröffnete seine Saison bei der UAE Tour und belegte dort einen soliden 7. Gesamtrang. Eigentlich wollte er seine Form bei Milano–Torino und vor allem bei der Katalonien-Rundfahrt, wo sich viele Giro-Anwärter testeten, deutlicher zeigen. Doch nach einer Erkrankung blieb die Leistung aus, und er stieg aus dem Rennen aus.
Die Vorzeichen waren knapp einen Monat vor der Grande Partenza bereits schlecht – und sie haben sich seither kaum verbessert. Er kehrte bei der Tour of the Alps ins Rennen zurück und wurde auf der ersten Bergetappe 30., mit über einer Minute Rückstand auf die Spitzengruppe um Giulio Pellizzari.

Körperschock bei der Tour of the Alps

„Gestern habe ich meinen ersten großen Effort seit Langem gemacht. Das war ein Schock für den Körper, aber ich brauchte ihn“, sagte Gee gegenüber CyclingPro.net. „Der Weg zum Giro verläuft weiterhin gut. Wir werden sehen, wie ich mich am Ende dieser Woche fühle. Es stehen noch drei Renntage bevor.“
Der 28-Jährige wirkt zwar gelassen, doch auf dem Rad liegt er weiterhin spürbar hinter der Konkurrenz zurück. Es ist zwar nicht zwingend, jetzt schon die Topform zu haben, aber der Giro beginnt in weniger als zwei Wochen, und bis die Schlüsseltage anstehen, lässt sich nur begrenzt nachschärfen.
Das österreichisch-italienische Etappenrennen bietet reichlich schwere Anstiege, um die Beine zu testen und am Kletterniveau zu arbeiten – genau das will Gee, ähnlich wie Tom Pidcock, wenn auch mit anderer Zielsetzung, nutzen. „Ich hoffe, es läuft besser. Ich muss weiter alles geben und versuchen, mich so viel wie möglich zu verbessern.“
Der in Ottawa geborene Fahrer führt derweil Lidl-Trek durch den Rest der Tour of the Alps an und wird – wenn alles passt – den Giro d’Italia gemeinsam mit Jonathan Milan als Co-Kapitän bestreiten. „Ich hoffe, beim Giro ist es anders. Im Moment kann ich daran nichts ändern. Auf jeden Fall bin ich entspannt; die Stimmung im Team ist großartig.“
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