Wout Van Aert erlebte verhaltene erste Tage bei der Tour Auvergne-Rhône-Alpes. Eine leichte Verletzung bremste ihn, zudem fehlte die Frühlingsform. Auf
Etappe 4 meldete sich der Belgier heute mit Biss zurück, doch seine Siegchancen im Massensprint schwanden, weil die Ausreißer durchkamen.
Visma setzt voll auf Van Aerts Chancen
Eine starke Ausreißergruppe prägte den Tag. Dahinter organisierten einige Teams die Verfolgung, was
Team Visma | Lease a Bike bewog, die Nachführarbeit an der Spitze des Feldes zu verstärken. Die Absicht war klar, zumal der Belgier an den Anstiegen nicht in Schwierigkeiten geraten war.
Visma machte im Peloton viel Tempo, um die Lücke zu schließen, die im Ziel dennoch 4 Sekunden betrug. Van Aert sah den Einsatz vieler Teamkollegen, darunter auch Matteo Jorgenson, der in den Schlusskilometern weit vorne fuhr.
Er gewann schließlich den Sprint des Feldes, allerdings nur um Platz 11. „Nun, ich habe mich im Finale gut gefühlt und konnte einen starken Sprint fahren. Ich denke, ich habe den Sprint aus dem Peloton gewonnen, aber ein paar Jungs sind vorne geblieben. Es ist also immer ärgerlich, zumindest für uns, aber wir sind dafür gefahren und ich bin zufrieden damit“, sagte Van Aert im Ziel zu CyclingPro.net.
Van Aert überzeugt von der Teamstärke
Dennoch war es sein bestes Auftreten seit dem Renncomeback nach seinem Paris-Roubaix-Sieg und ein ermutigendes Signal für den Rest der Woche. Morgen bietet
Etappe 5 den schnellen Männern die nächste Chance, die Van Aert nutzen kann.
Mit der Unterstützung war er heute sehr zufrieden. „Ich meine, das Team fährt richtig stark. Das mussten wir heute nicht erneut beweisen. Gestern war schon ein gutes Beispiel: Ich bin sehr früh abgehangen, dann hatte Ben [Tulett] einen Plattfuß und gewinnt trotzdem dieses Zeitfahren; das ist ziemlich verrückt.“
Diese Fahrer werden ihn bald bei der Tour de France unterstützen, was für die Mannschaft insgesamt ein positives Zeichen ist. „Wenn dir solche Jungs den Leadout fahren, willst du dein Allerbestes geben, und genau das habe ich getan. Wir sind aber knapp gescheitert“, resümierte Van Aert.