„Es gibt praktisch kein Terrain, um Zeit zurückzuholen“ – Alberto Contadors Warnung zur Vuelta a España vor der 11. Etappe

Radsport
Mittwoch, 02 September 2026 um 15:48
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Die Vuelta a España nimmt an diesem Mittwoch ihre elfte Etappe in Angriff, lediglich 151 Kilometer, die trotz fehlender großer Anstiege zu einem der nervösesten Tage des Rennens werden könnten. Alberto Contador hat die Strecke analysiert und ein Finale hervorgehoben, das im Kampf um den Sieg entscheidend werden könnte.
Der spanische Ex-Profi sagte gegenüber Eurosport, dass die kurze Distanz ein Schlüsselfaktor sei und von Beginn an für hohes Tempo sorge. „Etappe elf steht an, eine kurze, 151 Kilometer, deshalb wird sie besonders nervös“, erklärt Contador. In der ersten Rennhälfte warten zudem zwei kleine Anstiege, die Angriffe begünstigen und eine frühe Gruppe formen könnten.
„Achtet auf diese zwei kleinen Anstiege, sie laden ein, in die Gruppe zu springen“, merkt der ehemalige Rennfahrer an. Contador erwartet jedoch nicht, dass das Feld der Flucht viel Zeit gewährt, zumal es danach nur wenig Terrain gibt, um sie wieder zu stellen.
„Es ist eine Flucht, der man wahrscheinlich nicht viel Zeit lässt, weil es praktisch keinen Boden gibt, um sie wieder einzufangen“, fügt er hinzu.
Karte der 11. Etappe der Vuelta a España 2026
Eine Karte der 11. Etappe

Eine Etappe mit Tendenz zum Sprint

Auf dem Papier ist der Tag für die schnellen Männer gemacht. Die Route enthält nur einen Anstieg der 3. Kategorie, dessen Steigungsprozente die wichtigsten Sprinter der Vuelta nicht in Schwierigkeiten bringen sollten.
„Nur ein Anstieg der 3. Kategorie, die Steigung ist recht gering, also sollten die Sprinter ihn theoretisch ohne große Probleme überstehen“, erklärt Contador.
Die Analyse verschiebt sich jedoch, je näher das Rennen dem Ziel in Lorca kommt. Die spanische Legende sieht die eigentliche Gefahr in den letzten Kilometern, wo das Layout große Lücken in der Positionierung reißen und einige Sprinter im entscheidenden Moment aus dem Tritt bringen könnte. „Aber Vorsicht, denn das Finale ist knifflig, wirklich kompliziert“, warnt er.

Sieben Kreisverkehre auf den letzten fünf Kilometern

Contador fokussiert besonders die Komplexität der letzten fünf Kilometer. In diesem Abschnitt warten gleich sieben Kreisverkehre – ein Merkmal, das die Spannung im Peloton deutlich erhöhen kann.
„Genau auf den letzten fünf Kilometern habt ihr eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben Kreisverkehre“, zählt er auf.
Auch wenn einige nahezu geradeaus gefahren werden können, wird die Abfolge der Hindernisse die Sprintzüge zwingen, vorn zu bleiben, um sich nicht einklemmen zu lassen oder in entscheidenden Momenten Meter zu verlieren.
„Es stimmt, einige nehmen sie rechts oder links, als ginge es geradeaus“, präzisiert Contador.
Der entscheidende Engpass kommt jedoch nur 400 Meter vor dem Ziel. Dort könnte eine Richtungsänderung bestimmen, wer um den Sieg sprintet – und wer komplett aus der Entscheidung fällt.

Positionierung wird in Lorca entscheidend

Für Contador ist diese letzte Kurve „das Tüpfelchen auf dem i“. So nah am Ziel ist das Gutmachen von Positionen danach nahezu unmöglich, daher muss jeder mit Siegambitionen perfekt in diesen Punkt einfahren. „Das Tüpfelchen auf dem i ist vor allem diese Kurve, diese Richtungsänderung nur 400 Meter vor der Ziellinie“, betont er.
Daher richtet der Spanier eine klare Warnung an die Anwärter: Positionierung ist im Sprint genauso wichtig wie reine Endgeschwindigkeit. „Es wird entscheidend sein, unter den ersten fünf zu sein, wenn man hier in Lorca wirklich um den Etappensieg kämpfen will“, schließt Contador.
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