Ergebnisse UAE Tour 2026 Etappe 4 | Jonathan Milan stürmt zum Sieg, Ausreißer erst im turbulenten Finale in Fujairah gestellt

Radsport
Donnerstag, 19 Februar 2026 um 14:16
milan
Etappe 4 der UAE Tour lieferte genau die Spannung, die sie versprochen hatte. Nach einem Tag mit unnachgiebigem Tempo über 2.360 Höhenmeter hing die Entscheidung bis zum Schlusskilometer in der Schwebe, ehe Jonathan Milan in Fujairah mit einem dominanten Sprint Ordnung schuf.
Der Italiener setzte sein Manöver perfekt an, eröffnete früh, fuhr an den Resten der Ausreißer vorbei und hielt das schnell heranfliegende Feld hinter sich. Es war ein Sieg, der auf konsequenter Teamkontrolle und Ruhe in der Schlussphase basierte, nachdem das Finale kurzzeitig zu entgleiten drohte.

Fünfergruppe prägt den Hochgeschwindigkeitstag

Die frühe Flucht von Georg Steinhauser, Stefan De Bod, Lorenzo Milesi, Patrick Gamper und James Knox entstand nach einer aggressiven ersten Stunde und erhielt einen kontrollierten Vorsprung.
Mit über 2.300 Höhenmetern auf welligem Terrain statt steilen Rampen wurde die Etappe in enormem Tempo gefahren. Lidl-Trek übernahm im Peloton die Hauptarbeit, Bahrain - Victorious unterstützte zur Verteidigung des Leadertrikots von Antonio Tiberi.
Gamper gewann beide Zwischensprints und hielt damit Bonussekunden aus der Gesamtwertung heraus. Dahinter blieb der Rhythmus gleichmäßig, die Lücke pendelte sich über weite Strecken des Nachmittags zwischen einer und zwei Minuten ein.
Das Bild änderte sich innerhalb der letzten 30 Kilometer, als mehrere Sprintteams die Verfolgung voll durchzogen.

Sturz durchkreuzt Sprintpläne

Gut 30 Kilometer vor dem Ziel brachte ein Sturz im Hinterfeld mehrere Züge durcheinander. Betroffen waren Fabio Jakobsen, Robbe Ghys, Daan Hoole und Ethan Hayter.
Jakobsen und Hoole konnten weiterfahren, doch Ghys wurde später als Aussteiger bestätigt, nachdem er das Rennen mit dem linken Arm in einer Haltung verließ, die stark auf einen Schlüsselbeinbruch hindeutete.
Trotz der Störung formierten sich die Sprintzüge rasch neu. Lidl-Trek, INEOS Grenadiers und weitere Teams nahmen die Verfolgung wieder auf und reduzierten den Abstand stetig.

Ausreißer wehren sich, doch die Mathematik siegt

Innerhalb der letzten 10 Kilometer hielten die vier verbliebenen Ausreißer noch 25 Sekunden. Die breiten Straßen von Fujairah ließen das Peloton die Gruppe vor sich sehen, dennoch blieb der Vorsprung zäh. Bei 5 km vor dem Ziel waren es noch 20 Sekunden.
Das Feld näherte sich 60 km/h, doch Gegenwind und die Kooperation an der Spitze ließen kurz Zweifel aufkommen. Bei 3 km waren es noch 12 Sekunden. Bei 1,5 km trennten die Gruppen nur noch 10 Sekunden.
Der Zusammenschluss erfolgte schließlich innerhalb des Schlusskilometers.
Stefan De Bod versuchte früh zu eröffnen, als die Fluchtgruppe zerfiel, doch sein Vorstoß zog das Feld nur in die Länge. In dem Moment, als die Angreifer stockten, stürmten die Sprintzüge durch.
Milan setzte den entscheidenden Stich, eröffnete von weit her und überfuhr sowohl die Reste der Ausreißer als auch die anrauschenden Topsprinter. Niemand kam mehr an ihm vorbei.

Klassementfahrer agieren zurückhaltend

Hinter dem Sprintduell blieb die Gesamtwertung unverändert. Tiberi kam sicher im Peloton ins Ziel und verteidigte das Rote Trikot.
Einen Tag nach seinem Einbruch am Jebel Mobrah fuhr Remco Evenepoel durchweg konservativ, setzte vor der anstehenden Bergetappe auf Regeneration und ging kein Risiko in einem potenziell chaotischen Finale ein.

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