Vorschau UAE Tour 2026, 4. Etappe – Kann INEOS mit Sam Welsford Jonathan Milan herausfordern?

Radsport
Mittwoch, 18 Februar 2026 um 15:00
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Vom 16. bis 22.02. wird das Peloton im Nahen Osten unterwegs sein, bei der zweiten WorldTour-Rundfahrt der Saison: der UAE Tour. Das Rennen, geprägt von flachen Etappen und heißem Wetter, lockt erneut einige der weltbesten Fahrer. Wir blicken auf Etappe 4, die voraussichtlich um 10:00 startet und um 14:00 CET endet.
Das Rennen wurde erst 2019 aus der Taufe gehoben, im Fahrwasser des Erfolgs der Abu Dhabi Tour und der Dubai Tour. Die Region vereint große finanzielle Schlagkraft, warmes Februar-Klima und WorldTour-Status und zieht dadurch jährlich Top-Namen an. Bereits die Premiere 2019 sah Primoz Roglic als Gesamtsieger vor dem damaligen Weltmeister Alejandro Valverde.
Mit dem Aufschwung von UAE Team Emirates - XRG, dem Heimteam der Nation, wuchs auch die Bedeutung des Rennens. Adam Yates gewann 2020, danach folgten Pogačars zwei Siege 2021 und 2022 jeweils vor dem Briten. Der damalige Weltmeister Remco Evenepoel triumphierte 2023; sein Landsmann Lennert van Eetvelt siegte 2024; während 2025 Weltmeister Tadej Pogačar dominant gewann und sowohl die traditionellen Ankünfte an Jebel Jais als auch Jebel Hafeet für sich entschied.

Profil Etappe 4: Fujairah - Fujairah

Etappe 4 ist eine weitere Neuerung dieser Ausgabe, denn sie verläuft den ganzen Tag wellig – eine Seltenheit bei der UAE Tour, wo die Etappen mehrheitlich flach wie ein Brett sind.
Brutal ist das Profil keineswegs, doch direkt zu Beginn steht ein Anstieg über 8 Kilometer mit 4% an, danach folgen kleinere Wellen über den Tag verteilt. Wird hart gefahren, könnte eine Ausreißergruppe überraschen oder einige Sprinter in Schwierigkeiten geraten.
Wenn nicht, sollten die kurzen Anstiege ohne Einfluss bleiben und alles auf einen regulären Massensprint in Fujairah hinauslaufen.

Das Wetter

Kein nennenswerter Wind, der den Tag entscheidend prägen dürfte.

Die Favoriten

Jonathan Milan – Der Italiener ist grundsätzlich der Mann, den es zu schlagen gilt, doch so geradlinig ist es diesmal nicht. Milan stürzte auf Etappe 1 und setzt das Rennen zwar fort, ist aber sicher nicht bei 100% – möglicherweise auch etwas gehemmt durch den Sturz. Das will gemanagt sein. Gelingt ihm dennoch ein sauberer Lead-out und ein voller Punch, wird er nur schwer zu bezwingen sein.
Sam Welsford – INEOS hat hier realistische Chancen auf einen Sieg. Welsford ist ein reiner Sprinter, Anstiege liegen ihm kaum, doch genau dafür wurde er zur UAE Tour nominiert. Diese Etappe ist nicht bretteben, aber ein aggressives Rennen oder eine starke Flucht erwarte ich nicht. Ein klassischer Sprint ist wahrscheinlich, und auf Etappe 1 passte sein Positioning perfekt. Wiederholt er das, kann er Milan stellen.
Das Feld bietet mehrere starke Sprinter, die an ihrem besten Tag und mit perfektem Timing den Italiener fordern können. Juan Sebastián Molano und Ethan Vernon sind die auffälligsten Namen, wobei Giro-Etappensieger Casper van Uden diese Liste ohne Zweifel ergänzt.
Matteo Malucelli, Erlend Blikra, Alberto Dainese, Stefan de Schuyteneer, Gerben Thijssen, Madis Mihkels, Daniel Skerl und Etappe-1-Zweitplatzierter Cees Bol sind weitere Fahrer, die man hier auf dem Zettel haben sollte.

Prognose UAE Tour 2026 Etappe 4

*** Jonathan Milan, Sam Welsford
** Juan Sebastián Molano, Alberto Dainese
* Matteo Malucelli, Ethan Vernon, Erlend Blikra, Casper van Uden, Gebren Thijssen, Cees Bol
Tipp: Sam Welsford
Wie: Regulärer Massensprint
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