Etappe 3 der
Tour of Oman endete mit einem harten Finale am Gipfel des Eastern Mountain. In der Gesamtwertung entstanden spürbare Abstände, auch begünstigt durch einen späten Sturz. Im Durcheinander blühte
Team Jayco AlUla auf,
Mauro Schmid holte den Etappensieg.
Die Etappe begann mit einer unerwarteten Figur in der Ausreißergruppe. Trotz seines bereits wachsenden Rufs griff Baptiste Veistroffer, Sieger der 2. Etappe und Tagesleader, früh an, um Teil der Gruppe zu sein. Das signalisierte dem Feld, dass mit dem großen Motor des Franzosen erneut ein Coup möglich war, und so wuchs die Qualität an der Spitze deutlich.
Rui Oliveira, Jensen Plowright, Alex Baudin, Stanislaw Aniolkowski und Jonas Hvideberg formten die Spitze; dazu kam Quentin Pacher, der auf den flachen Kilometern jedoch früh zurückfiel. Das Rennen ging zudem ohne Sepp Kuss weiter, der krankheitsbedingt aufgab. Das Peloton musste die Gruppe intensiv jagen, und in den finalen Kilometern wurde es chaotisch.
Ein Massensturz in einem Kreisverkehr direkt vor dem Beginn des Eastern Mountain, dem abschließenden 3-Kilometer-Anstieg, zerriss das Feld, und das Tempo blieb hoch – Uno-X übernahm sogar die Spitze hinein in den Berg. Dort war Veistroffer der Erste, der aus der Fluchtgruppe zurückfiel, während Vorjahressieger am Green Mountain, Valentin Paret-Peintre, mit einem Defekt zurückgeworfen wurde und ohne sichtbare Hektik seine GC-Ambitionen schwinden sah.
Die Ausreißer wurden 2 Kilometer vor dem Ziel gestellt, als Jayco AlUla das Kommando übernahm, um einen aktiv angreifenden Nairo Quintana zu kontrollieren. Die Arbeit von Paul Double neutralisierte den Kolumbianer wenige hundert Meter vor der Linie und bereitete das Finale für
Mauro Schmid vor, der den Sprint früh eröffnete und auf einer der Schlüssel-Etappen des Rennens gewann.
Christian Scaroni sprintete direkt dahinter auf Rang zwei, während Martin Tjotta von Uno-X Dritter wurde. Adam Yates verlor 22 Sekunden – weiterhin in Schlagdistanz zum Gesamtsieg, aber mit einer anspruchsvolleren Aufgabe.