Ergebnisse Circuito de Getxo 2026: Natnael Tesfatsion beschert dem Movistar Team einen großen Triumph

Radsport
durch Nic Gayer
Sonntag, 02 August 2026 um 17:02
tesfatsion circuito getxo
Natnael Tesfatsion hat den Circuito de Getxo 2026 für sich entschieden. Der Eritreer vom Movistar Team setzte sich nach einem packenden Sprint einer stark dezimierten Spitzengruppe vor Pau Miquel und Alex Aranburu durch und krönte damit ein Rennen, das von den harten Anstiegen zum Pike, offensiven Attacken und einem hochklassigen Finale geprägt war.
Der traditionsreiche baskische Eintagesklassiker bot auf den 178 Kilometern zwischen Bilbao und Getxo einmal mehr beste Unterhaltung. Bereits nach dem neutralisierten Start bei sommerlichen 25 Grad entwickelte sich auf dem anspruchsvollen Kurs ein äußerst offensives Rennen, dessen Schlüsselstellen erneut die beiden Überfahrten des Pike mit seinen zwei Kilometern Länge und durchschnittlich 9,4 Prozent Steigung bildeten.

Große Ausreißergruppe hält das Feld lange in Schach

Die Anfangsphase verlief äußerst hektisch. Zahlreiche Angriffe prägten die ersten Rennkilometer, ehe sich schließlich eine elfköpfige Spitzengruppe absetzen konnte. Zu ihr gehörten Paul Ourselin, Jonathan Lastra, Iker Mintegi, Fabien Grellier, Nickolas Zukowsky, Alex Díaz, Iker Gómez, Mattia Bais, Rodrigo Álvarez, Nicolas Sessler und Ferran Miravalles.
Natnael Tesfatsion, Star des Movistar Teams
Natnael Tesfatsion, estrella de Movistar Taem
Die Ausreißer erarbeiteten sich einen Vorsprung von etwas mehr als drei Minuten. Im Hauptfeld übernahmen UAE Team Emirates und Lidl-Trek gemeinsam die Kontrolle. Marcos Freire, Domen Novak und Julien Bernard sorgten mit konsequenter Führungsarbeit dafür, den Rückstand für ihre Kapitäne – allen voran Giulio Ciccone, Pavel Sivakov und Jay Vine – in einem kontrollierbaren Rahmen zu halten.
Nach einem Defekt von Iker Gómez verlor die Spitzengruppe zunehmend an Geschlossenheit. Gleichzeitig verringerte sich mit der Annäherung an den Pike der Vorsprung auf das heranrasende Peloton spürbar.
An der ersten Auffahrt zum Pike zerfiel das Rennen endgültig. Das hohe Tempo von UAE Team Emirates sprengte das Hauptfeld, während sich an der Spitze nur noch Paul Ourselin, Jonathan Lastra, Nickolas Zukowsky und Mattia Bais behaupten konnten.
Wenig später setzte sich Bais als Solist ab, überquerte den Gipfel als Erster und sicherte sich damit die Bergwertung. Gegen die heranfliegende Favoritengruppe, die inzwischen von Lidl-Trek angeführt wurde, hatte der Italiener jedoch keine Chance mehr.

Ciccone eröffnet das Finale – Tesfatsion schlägt im Sprint zu

Am zweiten und entscheidenden Anstieg zum Pike folgte schließlich die erwartete Attacke von Giulio Ciccone. Der Italiener setzte sich mit einer kraftvollen Beschleunigung vom Feld ab, und zunächst konnte lediglich der spanische Meister Marcel Camprubí seinem Tempo folgen.
Gemeinsam verschafften sich beide einige Sekunden Vorsprung auf eine Verfolgergruppe um Alex Aranburu und Ion Izagirre und retteten ihre kleine Lücke sogar über die Kuppe des Anstiegs.
Lange Bestand hatte der Angriff allerdings nicht. Die gut organisierte Verfolgung dahinter neutralisierte den Vorstoß, sodass sich rund neun Kilometer vor dem Ziel wieder eine größere Spitzengruppe formierte. Zu ihr gehörten unter anderem Pavel Sivakov, Jay Vine, Alex Aranburu, Ion Izagirre, Giulio Ciccone, Dorian Bonnet, Marcel Camprubí, Milan Vader und César Pérez, während weitere rund zwanzig Fahrer von hinten den Anschluss wiederherstellen konnten.
In den Schlusskilometern bestimmten Bahrain Victorious und Cofidis das Tempo an der Spitze des Feldes. Vor allem Pello Bilbao sorgte mit seiner Führungsarbeit dafür, das Rennen weiterhin selektiv zu gestalten. Im letzten Kilometer versuchte Pavel Sivakov schließlich, das Finale für UAE Team Emirates zu eröffnen.
Die entscheidende Attacke setzte jedoch Milan Vader. Pello Bilbao reagierte sofort, und auch Natnael Tesfatsion ließ keine Lücke entstehen. Der Eritreer neutralisierte den Vorstoß des Niederländers und brachte sich damit in die ideale Ausgangsposition für den Sprint.
Die Entscheidung fiel schließlich in einem Sprint einer reduzierten Spitzengruppe. Tesfatsion bewahrte die Übersicht, wartete den richtigen Moment ab und setzte sich mit einem kraftvollen Antritt gegen Pau Miquel und Alex Aranburu durch. Für den Fahrer des Movistar Teams bedeutete der Erfolg einen prestigeträchtigen Sieg bei einem der traditionsreichsten und bedeutendsten Eintagesrennen im spanischen Radsportkalender.
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