Zum zweiten Mal in Folge hat Tadej Pogačar den Sieg im Aushängeschild seines eigenen Events verpasst: der Pogi Challenge. Bei dieser speziellen Aufgabe messen sich Amateure mit dem Tour-de-France-Sieger an seinem Lieblingsanstieg in Slowenien.
Im Rahmen seiner Feierlichkeiten nach der Tour kehrte
der Slowene in seine Heimatstadt Komenda zurück und fuhr am Sonntag die Hauptattraktion des dritten Tages seiner Pogi Challenge.
Der Weltmeister trat gegen 1.189 Radsportbegeisterte am Krvavec-Anstieg an, der über 12 Kilometer mit durchschnittlich 8,1 % führt. Würde der UAE Team Emirates – XRG-Profi mit dem Feld gemeinsam starten, hätten die Teilnehmer praktisch keine Chance, das Tempo zu halten – genau hier wird es spannend.
Die Teilnehmer erhalten einen Vorsprung, bevor Pogačar wenige Minuten später auf die Rampe gelassen wird. Dann beginnt die Jagd, in der er Fahrer um Fahrer stellt. Doch diesmal lief nicht alles nach seinem Drehbuch – er wurde Achter, während der deutsche Amateur Frederik Niessen als Erster den Gipfel erreichte.
Deutscher Amateur und sechs weitere schlagen Pogačar
Es ist nicht das erste Mal, dass Pogačar die Mission von hinten nach vorne verpasst. 2025 hielt der britische Amateur und Kletterspezialist Andrew Feather den Slowenen in Schach und überquerte als Erster die Kuppe.
„Am Fuß war es etwas chaotisch, sogar mit einem Sturz, aber danach bin ich gut gefahren und habe gelitten“,
sagte Pogačar nach der Challenge gegenüber den lokalen Medien.Der Anstieg ist aus gutem Grund Pogačars Favorit. 2009 feierte er an dessen Hängen seinen allerersten Radsporterfolg – Jahre bevor er die Szene aufmischte und zum rekordgleichen Tour-de-France-Sieger wurde.
Vor dem Start zeigte sich Pogačar bestens gelaunt bei seiner Heimkehr nach der Tour und witzelte, er hoffe, den Anstieg so schnell wie möglich zu bezwingen.
Gewann zum fünften mal die Tour de France in diesem Jahr: Tadej Pogacar
Pogačar in blendender Laune vor Vuelta-Entscheidung
„Danke, dass ihr gekommen seid. Endlich können wir zusammen Rennen fahren“, begrüßte er Fans und Teilnehmer. Er ergänzte: „Und ja, ich hoffe, dass dieser Anstieg schnell vorbei ist.“
Unterdessen sollen UAE und Pogačar in den nächsten Tagen seine Pläne für den Saisonendspurt bestätigen. Nach intensiven Spekulationen über einen Start bei der Vuelta a España 2026 steht eine Entscheidung an.
Weil das Rennen zeitlich nah an den Straßen-Weltmeisterschaften in Montreal endet – ein zentrales Ziel auf dem Weg zum dritten WM-Titel in Serie –, prüfen er und sein Team, ob eine Grand-Tour-Teilnahme sinnvoll ist.
Pogačar bestritt 2019 seine erste Grand Tour bei der Vuelta, kehrte seither aber nicht zurück. Nach dem Giro-d’Italia-Triumph 2024 würde ein Sieg in Spanien ihn zum Gewinner aller drei großen Landesrundfahrten machen.