Die Weltmeisterschaften rücken für einige der großen Favoriten schnell näher, wenn am 27.09. ein neues Regenbogentrikot vergeben wird. Mit dem Ausfall von Tadej Pogacar rücken mehrere Anwärter in den Vordergrund. Einer davon könnte gut
Mads Pedersen sein.
Der
Lidl-Trek-Klassikerspezialist, 2019 bereits Weltmeister, steht im dänischen Aufgebot für das Straßenrennen der Elite-Männer, befindet sich aber nach einer
schwierigen Ausgangslage, weil eine unterdurchschnittliche Vuelta a España vergangene Woche krankheitsbedingt endete.
Nach einer Runde Antibiotika ist Pedersen nun wieder gesund, hat das Training aufgenommen und drei Wochen Zeit, um sich für das große Rennen in Form zu bringen. Sein Trainer bestätigte, dass er leichtes Training wiederaufgenommen hat.
Lidl-Trek-Coach Mattias Reck bestätigte, dass Pedersen am Sonntag eine Trainingsausfahrt absolvierte, während er skizzierte, was der Däne nun tun muss und wie der grobe Plan für die kommenden Wochen aussieht.
Mads Pedersen auf Etappe 10 der Vuelta a España 2026
Pedersen fühlt sich nach Vuelta-Erkrankung besser
„Ich habe am Samstag mit ihm gesprochen, und er sagte, es gehe ihm immer besser. Also wollte er am Sonntag für ein paar Stunden fahren“, sagte Reck
gegenüber TV2 Sport.
Angesichts von Pedersens üblicher Trainingsstärke ist Reck zuversichtlich, dass er auf hohes Niveau zurückkehren kann. Geplant sind Intervalle und Hitzeanpassung, bevor der Däne zu den Titelkämpfen nach Kanada fliegt.
„Jetzt, wo wir ihn herausgenommen haben, hoffe ich, dass er bald wieder richtig gut trainieren kann“, sagte Reck.
„Wir wissen alle, dass Mads sehr gut trainiert. Ich bin positiv, aber er muss auch bald in die Gänge kommen. Wir beginnen mit Ausdauerblöcken, dann fügen wir Intervalle und Hitzetraining hinzu, weil er das sehr gut kann, und dann geht es nach Kanada.“
Reck ist zuversichtlich, aber ohne Garantien
Ob Pedersen rechtzeitig das Niveau erreicht, um in einer stark besetzten Startliste gegen Paul Seixas, Isaac del Toro, Mathieu van der Poel, Remco Evenepoel und Co. zu bestehen? Reck hält das für möglich, will es aber noch nicht garantieren.
Er fasste zusammen: „Ich kann nichts versprechen, aber ich bin positiv.“
Pogacars Ausfall nach mehreren Verletzungen bei einem Sturz auf der 8. Etappe der Vuelta verändert die Rennkonstellation. Zwar treten die gleichen Favoriten an, doch das Rennen dürfte anders verlaufen, weil die Fahrer nicht auf den Slowenen schauen, um den Takt vorzugeben.
Eine wertvolle Chance für viele Fahrer, die bei Weltmeisterschaften bereits Top-Ten-Ergebnisse erzielt haben. Die Titelkämpfe in Montreal versprechen, in Erinnerung zu bleiben.