Endgültige Startliste Veneto Classic 2025 | Kann Tim Wellens einen weiteren Sieg für UAE einfahren?
Radsport
Die Veneto Classic 2025 bildet das große Finale des italienischen Herbstrennens und schließt die Saison am 19. Oktober zusammen mit dem Chrono des Nations ab. Das eintägige 1.Pro-Rennen, das relativ neu im Kalender ist, hat sich schnell einen wichtigen Platz in der Landschaft der Spätsaison erobert. Es ist ein Event, bei dem sich Gelegenheit und Verzweiflung mischen, bei dem noch wertvolle UCI-Punkte auf dem Spiel stehen und das für die starken Klassikerfahrer eine letzte Chance auf einen bedeutenden Sieg vor dem Winter darstellt. Schnell, selektiv und landschaftlich reizvoll, verspricht es einen intensiven Abschluss der italienischen Kampagne.
Die diesjährige Ausgabe führt über 180 Kilometer zwischen Soave und Bassano del Grappa, eine überschaubare Distanz, aber kein leichter Tag. Die Fahrer müssen rund 2.300 Höhenmeter überwinden, wobei die ersten 50 Kilometer flach verlaufen, bevor das Rennen in die hügeligen Strecken eintaucht, die das Terrain in Venetien prägen. Die wiederholten Anstrengungen werden sich bemerkbar machen, wenn das Peloton zweimal einen 3 km langen Anstieg mit einer durchschnittlichen Steigung von 5,6 % bewältigt, gefolgt von fünf Passagen des Anstiegs La Tisa. Obwohl der La Tisa auf dem Papier kürzer und weniger anspruchsvoll ist, endet er mit einem brutalen 400-Meter-Abschnitt bei 10 %, der sich perfekt für späte Attacken und Splits kleiner Gruppen eignet. Der Schlussanstieg erreicht 19 Kilometer vor dem Ziel seinen Höhepunkt und wird wahrscheinlich die Zusammensetzung der Spitzengruppe bestimmen.
Von dort aus geht das Rennen in seine entscheidende Phase, eine Strecke, die sowohl Mut als auch Präzision belohnt. Die Fahrer lassen die Rundkurse hinter sich und müssen zwei steile Anstiege bewältigen, beginnend mit der berüchtigten Diesel Farm. Diese 1,2 km lange Rampe hat eine durchschnittliche Steigung von 10,2 % und verläuft auf Schotter, während die Abfahrt abseits der Straße ebenso tückisch ist. Oben angekommen, bleibt dem Peloton nur wenig Zeit, sich zu erholen, bevor es auf eine weitere Rampe trifft: Sie ist nur 450 Meter lang, hat aber ebenfalls einen Durchschnitt von 10 % und erreicht ihren Scheitelpunkt erst 4 Kilometer vor dem Ziel. Von da an geht es, wie man so schön sagt, nur noch bergab bis zum Ziel in Bassano del Grappa, einem Finale, bei dem sich Chaos und Kontrolle die Waage halten und bei dem jede Sekunde der Anstrengung über den Ausgang der Saison 2025 entscheiden kann.
Werfen wir einen Blick auf die vollständige Liste der Fahrer, die bei diesem Rennen zum Saisonende antreten werden. Sie können die vollständige Startliste hier herunterladen.
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Vollständige Startliste
Uno-X Mobility
1 Abrahamsen, Jonas
2 Kulset, Johannes
3 Løland, Sakarias Koller
5 Dversnes, Fredrik
6 Holter, Ådne
7 Ingebrigtsen, Storm
Team Jayco AlUla
11 De Marchi, Alessandro
12 Conca, Filippo
13 De Pretto, Davide
14 Hellemose, Asbjørn
15 Juul-Jensen, Chris
16 Foldager, Anders
17 Zana, Filippo
Q36.5 Pro Cycling Team
21 Brambilla, Gianluca
22 Bax, Sjoerd
23 Calzoni, Walter
24 Camprubí, Marcel
25 Christen, Fabio
26 Colorado, William
27 Zukowsky, Nick
Alpecin - Deceuninck
31 Meurisse, Xandro
32 Gogl, Michael
33 Bayer, Tobias
34 Debruyne, Ramses
35 Tricht, Stan Van
36 Janssens, Jimmy
37 Vergallito, Luca
Cofidis
41 Aranburu, Alex
42 Ferron, Valentin
43 Lastra, Jonathan
44 Mahoudo, Nolann
46 Teuns, Dylan
47 Thomas, Benjamin
Groupama - FDJ
51 Grégoire, Romain
52 Donnenwirth, Tom
53 Germani, Lorenzo
54 Le Gac, Olivier
55 Loulergue, Victor
56 Grégoire, Baptiste
57 Bystrøm, Sven Erik
XDS Astana Team
61 Scaroni, Christian
62 Champoussin, Clément
63 Conci, Nicola
64 Mellano, Ludovico
65 Ulissi, Diego
66 Velasco, Simone
67 Negrente, Mattia
UAE Team Emirates XRG
71 Covi, Alessandro
72 Morgado, António
73 Pericas, Adrià
74 Sivakov, Pavel
75 Torres, Pablo
76 Vermeersch, Florian
77 Wellens, Tim
Burgos Burpellet BH
81 Aparicio, Mario
82 Fagúndez, Eric
83 Fernández, Sinuhé
84 Kudus, Merhawi
85 Bidaurrazaga, Ibai
86 Okamika, Ander
87 Mayer, Alexandre
Caja Rural - Seguros RGA
91 Arriolabengoa, Julen
92 Diaz, Alex
93 Lopez, Joseba
94 Fernández, Samuel
95 Johnston, Calum
96 Silva, Thomas
97 Perez, Iker
Equipo Kern Pharma
101 Iribar, Unai
102 Etxeberria, Haimar
103 Gimeno, Nil
104 Gutiérrez, Jorge
105 Retegi, Mikel
106 Soto, Antonio
Lotto
111 Berckmoes, Jenno
112 Livyns, Arjen
113 Taminiaux, Lionel
114 Vandenabeele, Henri
115 Donie, Milan
116 Wynkele, Lorenz Van de
Team Polti VisitMalta
121 Piganzoli, Davide
122 Bais, Mattia
123 Bais, Davide
124 Crescioli, Ludovico
125 De Cassan, Davide
126 Gaffuri, Mattia
127 Martín, Alex
Tudor Pro Cycling Team
131 Hirschi, Marc
132 Donzé, Robin
133 Eriksson, Lucas
134 Thalmann, Roland
135 Kluckers, Arthur
136 Wallenborn, Arno
VF Group - Bardiani CSF - Faizanè
141 Tarozzi, Manuele
142 Magli, Filippo
143 Scalco, Matteo
144 Paletti, Luca
145 Pinarello, Alessandro
146 Tolio, Alex
147 Turconi, Filippo
Biesse - Carrera
151 Agostinacchio, Filippo
152 Bessega, Gabriele
153 Bessega, Tommaso
154 Bicelli, Michele
155 Dati, Tommaso
156 Iacomoni, Federico
157 Rossi, Nicola
General Store - Essegibi - F.lli Curia
161 Cettolin, Matteo
162 Pezzo Rosola, Kevin
163 Bortoluzzi, Giovanni
164 Bosio, Tommaso
165 Lock, Dennis
166 Remelli, Cristian
167 Grenaae, Alfred
MBH Bank Ballan CSB
171 Ambrosini, Matteo
172 Cretti, Luca
173 Masciarelli, Lorenzo
174 Oioli, Manuel
175 Simoni, Enrico
176 Vesco, Leonardo
Mg.K Vis Costruzioni e Ambiente
181 Granger, Ben
182 Cantoni, Andrea
183 Spreafico, Matteo
184 Carrò, Simone
185 Brown, Jenson Duggy
186 Kelly, Adam
187 Pizzi, Nicolò
Petrolike
191 Caicedo, Jonathan Klever
192 Chaparro, Jesus Uriel
193 O'Brien, Killian
194 Ruvalcaba, David
195 D'Aiuto, Filippo
196 Galimberti, Lorenzo
197 Ponomar, Andrii
SC Padovani Polo Cherry Bank
201 Costa, Ares
202 Zurlo, Matteo
203 Scarso, Andrea
204 Guzzo, Federico
205 Turri, Thomas
206 Mion, Samuele
207 Graziotto, Luca

Oliver RiedRedakteur
Oliver Ried ist seit Anfang 2025 Redakteur bei Radsportaktuell.de. Er berichtet dort über den professionellen Radsport und begleitet das Geschehen von der WorldTour bis zu wichtigen nationalen und internationalen Rennen. Sein Schwerpunkt liegt auf aktuellen Rennberichten, Einordnungen und Hintergrundtexten, mit denen er sportliche Entwicklungen im Peloton verständlich und präzise erklärt. Bei großen Renntagen arbeitet er zudem mit Live-Formaten, um das Geschehen fortlaufend zu dokumentieren und zeitnah einzuordnen.
Oliver ist in Würzburg stationiert. Neben seiner redaktionellen Arbeit ist er sportlich selbst aktiv und bringt dadurch zusätzliche Praxisnähe in seine Berichterstattung ein. Er studiert Grundschullehramt und legt bei seinen Artikeln Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und verlässliche Informationen. Inhalte aktualisiert er, sobald neue, gesicherte Details vorliegen.
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- Also bitte, 1 MRT und man weiß bescheid. Vorausgesetzt die Ärzte sind keine Vollpfosten. Ich schreibe das, weil schon wieder PPNl das Thema ist.Wurm30-10-2026
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- Die 120. Lombardei-Rundfahrt 2026 führt am 10. Oktober 2026 über 239 Kilometer von Bergamo nach Como. Ohne den verletzten Seriensieger Tadej Pogačar ist das Rennen völlig offen, wobei die taktische Ausrichtung der Top-Teams von der Streckenänderung geprägt ist: Der Muro di Sormano entfällt, dafür entscheidet ein anspruchsvoller Schlussrundkurs mit dem Doppelpack aus Civiglio und San Fermo della Battaglia das Rennen. Taktische Ausrichtungen der Favoriten-Teams Soudal Quick-Step (Remco Evenepoel) Frühzeitige Solo-Attacke: Evenepoel setzt nach dem EM-Titel auf ein langes Solo oder eine gut getimte Attacke an den letzten Steigungen (Civiglio/San Fermo), um seine Stärke im gleichmäßigen, hohen Tempo auf den flachen/abfallenden Passagen auszuspielen. UAE Team Emirates-XRG (Brandon McNulty, Isaac del Toro) Offensive Mehrfach-Optionen: Ohne Pogačar fährt das Team mannschaftsdienlich aggressiv. Weltmeister McNulty und Del Toro müssen das Rennen früh schwer machen, können aber durch Überzahl im Finale (mit Yates, Großschartner etc.) taktisch variieren. Red Bull – Bora – hansgrohe (Jai Hindley, Primož Roglič, Giulio Pellizzari) Dreifachspitze & Kontrolle: Das Team verfügt über eine starke Kapitänsdichte. Die Taktik dürfte darauf abzielen, das Rennen in den ersten harten Kilometern und am Ghisallo schwer zu halten und mit verschiedenen Karten im Finale zu attackieren. Lidl – Trek (Giulio Ciccone) Am Rad bleiben & Explosivität: Ciccone bewies bei der EM, dass er steile Anstiege mit den Besten gehen kann. Seine Taktik wird sein, Evenepoel oder andere explosive Fahrer am Civiglio zu kontrollieren und auf seine Sprintstärke im Finale zu setzen. Schlüsselfaktoren für den Rennverlauf Frühe Härte: Bereits in den ersten 80 Kilometern und am Anstieg zur Madonna del Ghisallo wird das Feld ausgedünnt. Helferteams wie UAE oder Red Bull müssen hier früh das Tempo bestimmen. Das Finale (Civiglio & San Fermo): Nach der ersten Überquerung von San Fermo folgt der steile Anstieg nach Civiglio (9,7 % Schnitt), der als Hauptsprungbrett für den entscheidenden Angriff dient. Wer hier eine Lücke reißt, kann über die finale Abfahrt und das letzte Mal San Fermo (5 km bis ins Ziel) durchziehen.gregmann09-10-2026
- Hier ist die Analyse des gestrigen Straßenrennens der Männer-Elite bei den UCI-Straßenrad-Weltmeisterschaften 2026 in Montréal, Kanada. Da der zweifache Titelverteidiger Tadej Pogačar verletzungsbedingt fehlte, entwickelte sich das Rennen zu einem der unvorhersehbarsten und taktisch chaotischsten WM-Rennen der jüngeren Vergangenheit. Der US-Amerikaner Brandon McNulty krönte sich nach einer sensationellen Soloflucht zum neuen Weltmeister. Er beendete damit eine 33-jährige Durststrecke für die USA (seit Lance Armstrong 1993). Taktische Rennanalyse & Schlüsselmomente 1. Das brutale Ausscheidungsrennen auf dem Mont Royal Die Strecke über 273,4 Kilometer und rund 3.800 Höhenmeter entpuppte sich als echter Scharfrichter. Vor allem die 12 Runden auf dem selektiven Rundkurs in Montréal mit dem steilen Chemin de la Polytechnique zogen dem Hauptfeld kontinuierlich den Zahn. Früh im Rennen begannen die großen Nationen zu attackieren. Mathieu van der Poel zeigte sich enorm aktiv und distanzierte rund 50 Kilometer vor dem Ziel mit einer brutalen Beschleunigung sogar seinen ewigen Rivalen Wout van Aert. 2. Der goldene Moment von Brandon McNulty Nachdem eine namhafte vierköpfige Spitzengruppe um Van der Poel durch eine Tempoverschärfung des mexikanischen Toptalents Isaac del Toro gestellt wurde, herrschte einen Moment lang Uneinigkeit im verbliebenen Elite-Feld. Diesen psychologischen Moment nutzte McNulty exakt 33 Kilometer vor dem Ziel für eine mutige Soloattacke. Niemand reagierte sofort, was sich als der entscheidende Fehler des Rennens herausstellen sollte. 3. Das kollektive Versagen der Verfolger Obwohl McNulty zwischenzeitlich über eine Minute Vorsprung herausgefahren hatte, brachte eine aggressive Verfolgergruppe um Tom Pidcock, Del Toro und den jungen Franzosen Paul Seixas den Abstand 9 Kilometer vor dem Ziel noch einmal auf 10 Sekunden heran. Anstatt das Loch jedoch gemeinsam komplett zuzufahren, begannen taktische Spielchen. Die Fahrer schauten sich gegenseitig an und verweigerten die Führungsarbeit, was McNulty nutzte, um nochmals den Kopf runterzunehmen und das Ding ins Ziel zu retten. 4. Die Geschlagenen: Belgien geht leer aus Das belgische Team reiste als absoluter Topfavorit mit einer Doppelspitze aus Remco Evenepoel (der zuvor sensationell zum vierten Mal in Folge das WM-Zeitfahren gewonnen hatte) und Wout van Aert an. Doch die Taktik ging nicht auf: Van Aert musste der harten Fahrweise Tribut zollen, und Evenepoel fand im Finale nicht die entscheidenden Beine, um die Lücke zu McNulty im Alleingang zu schließen. Am Ende reichte es für Evenepoel nur zu Platz 12.gregmann28-09-2026
- Die taktische Ausrichtung beim Straßenrennen der Männer-Elite bei den UCI-Straßen-Weltmeisterschaften 2026 in Montréal wird maßgeblich durch zwei Faktoren bestimmt: das Fehlen des verletzten Titelverteidigers Tadej Pogačar und das Verbot von Teamfunk ("No Race Radios"). Dadurch bricht die gewohnte Dominanz und Kontrolle klassischer World Tour-Teams weg. Das Rennen über 273,7 Kilometer und 3.803 Höhenmeter entwickelt sich zu einem hochgradig unvorhersehbaren Ausscheidungsfahren auf den 12 Runden rund um den Mont Royal. Die taktischen Hauptszenarien & Teamstrategien Nation / Fahrertyp Taktischer Ansatz & Ausrichtung Belgien (Evenepoel & Van Aert) Doppelspitze mit Rollenteilung: Geht als die kontrollierende Großmacht ins Rennen. Die Taktik sieht vor, mit Remco Evenepoel frühzeitig oder aus der Distanz zu attackieren, um die Konkurrenz zur Nacharbeit zu zwingen. Sollte diese Gruppe zurückgeholt werden, lauert Wout van Aert im reduzierten Feld für ein spätes Finale oder einen Sprint. Klassikerjäger (Mathieu van der Poel / Pedersen) Abwartende Trittbrettfahrer-Taktik: Fahrer wie Mathieu van der Poel wissen, dass der Kurs mit 3.800 Höhenmetern an ihrer absoluten Belastungsgrenze kratzt. Ihre Taktik baut darauf, Allianzen mit anderen Nationen einzugehen, Angriffe am Berg zu neutralisieren und die Entscheidung auf das ansteigende falsche Flachstück der Zielgeraden zu vertagen. USA & Außenseiter (McNulty, Simmons, Del Toro) Frühzeitige Offensive ("Chaos-Taktik"): Da Fahrer wie Isaac del Toro (Mexiko) kaum Helfer im Nationalteam haben, müssen sie das Rennen frühzeitig öffnen. Die USA nutzt ihre enorme Kaderbreite (Brandon McNulty, Quinn Simmons, Matteo Jorgenson), um in wechselnden Zwischengruppen vertreten zu sein und Belgien die Kontrollarbeit aufzuzwingen. Deutschland (Lipowitz, Schachmann) Reaktive Außenseiterrolle: Ohne absoluten Top-Favoriten setzt der BDR darauf, sich in Gruppen zu platzieren (z. B. durch Schachmann, Zimmermann oder Brenner). Florian Lipowitz agiert als geschützter Fahrer für das schwere Finale in den letzten Runden. Strategische Schlüsselfaktoren auf der Straße Entscheidung ohne Funkgeräte: Da Anweisungen aus dem Auto fehlen, müssen die Fahrer das Rennen selbst lesen. Wer eine rennentscheidende Gruppe verpasst, muss instinktiv reagieren. Dies führt oft zu taktischen Fehlern bei den Favoriten und erhöht die Chancen für mutige Ausreißer. Das Ausscheidungsfahren am Mont Royal: Der giftige Anstieg Côte Camillien-Houde (1,8 km bei 8 %) sowie die Côte de la Polytechnique (über 11 % in Spitzen) sieben das Feld mit jeder der 12 Runden weiter aus. Die Taktik verschiebt sich von "Kräfte sparen" in der ersten Rennhälfte hin zu einem brutalen Positionskampf vor den Anstiegen im Finale. Das falsche Flachstück im Ziel: Wer am Ende einer Gruppe den WM-Titel unter sich ausmacht, benötigt nach 274 Kilometern enorme Endschnelligkeit an einer rampenartigen Zielgeraden. Ein zu früher Antritt ist hier taktischer Selbstmord.gregmann27-09-2026
- WAS FÜR EIN FINALE!!!!! Das WM-Straßenrennen der Frauen Elite 2026 in Montréal lieferte ein absolut dramatisches und taktisch hochkomplexes Finale. Am Ende krönte sich die Topfavoritin Demi Vollering (Niederlande) nach einem packenden Schlagabtausch und taktischen Spielchen zur neuen Weltmeisterin. Sie schüttelte auf den letzten Kilometern ihre verbliebene Kontrahentin Kasia Niewiadoma ab.Der Rennverlauf und die SchlüsselszenenDer Solo-Vorstoß von Vollering: Gut 38 Kilometer vor dem Ziel zündete Demi Vollering die entscheidende Rakete. Sie setzte sich alleine vom restlichen Feld ab und baute schnell einen Vorsprung auf.Die gnadenlose Verfolgung: Dahinter formierte sich eine hochkarätige Verfolgergruppe, angeführt von der Polin Kasia Niewiadoma-Phinney und der Italienerin Elisa Longo Borghini. Da bei Weltmeisterschaften kein Rennfunk („No Race Radios“) erlaubt ist, mussten die Fahrerinnen die Situation komplett eigenständig auf der Straße lösen.Der Zusammenschluss und der Konter: 15 Kilometer vor dem Ziel schien Vollerings Solo beendet. Niewiadoma und Longo Borghini schlossen zusammen mit der Französin Juliette Berthet zur Spitzenreiterin auf. Die Italienerin Longo Borghini fackelte nicht lange und ging auf der letzten Runde sogar kurzzeitig selbst in die Offensive.Das entscheidende Pokerspiel: Da sich Vollering und Niewiadoma an der Spitze zeitweise uneinig waren und taktierten, blieb das Rennen bis zum Schluss offen. Rund 4 Kilometer vor dem Ziel setzte Vollering jedoch die finale, alles entscheidende Attacke. Niewiadoma konnte dem Antritt nichts mehr entgegensetzen.gregmann26-09-2026
- Die taktische Ausgangslage beim UCI WM-Straßenrennen der Frauen-Elite in Montréal 2026 wird maßgeblich durch den schweren, 180,4 Kilometer langen Kurs (2.570 Höhenmeter) und die acht Runden auf dem selektiven Mont-Royal-Rundkurs bestimmt. Da Funkverbindungen („No Race Radios“) bei Weltmeisterschaften verboten sind, müssen die Teams ihre Strategien rein auf der Straße adaptieren.Die voraussichtlichen Teamtaktiken der großen Radsport-Nationen gliedern sich wie folgt: 🇳🇱 Niederlande: Das Rennen brutal schwer machen. Die Ausgangslage: Mit Demi Vollering stellen die Niederländerinnen die absolute Topfavoritin, die nach einer überragenden Saison das Regenbogentrikot jagt. Die Taktik: Das niederländische Team verfügt traditionell über die größte Dichte an Starfahrinnen (u.a. Puck Pieterse). Ihre Strategie wird darauf abzielen, das Rennen auf den acht Runden am Mont-Royal frühzeitig zu animieren. Um sprintstarke Konkurrentinnen wie Kopecky abzuschütteln, werden sie an den giftigen Rampen wie der Voie Camillien-Houde (2,3 km bei 6,2 %) ein mörderisches Tempo anschlagen, um das Feld zu dezimieren und Vollering für eine späte Solo-Attacke oder ein Duell aus einer kleinen Spitzengruppe zu lancieren. 🇧🇪 Belgien: Kopecky beschützen und isolieren Die Ausgangslage: Die zweifache Weltmeisterin Lotte Kopecky ist die größte Gefahr für ein Solo der Bergfahrerinnen. Sie bringt die perfekte Mischung aus Bergfestigkeit und einem mörderischen Zielsprint mit.Die Taktik: Belgien wird defensiver agieren als die Niederlande. Die Helferinnen müssen dafür sorgen, dass Kopecky bei den harten Tempoverschärfungen an den Anstiegen nicht den Anschluss verliert und gleichzeitig Konterattacken neutralisieren. Das Ziel ist es, Kopecky in einer reduzierten Gruppe über die letzte Rampe (Avenue Pagnuelo) und auf die leicht ansteigende Zielgerade zu bringen, wo sie im Sprint kaum zu schlagen ist 🇮🇹 Italien: Aggressives Forechecking mit Longo Borghini Die Ausgangslage: Elisa Longo Borghini befindet sich in herausragender Form (Sieg im WM-Mixed-Relay, starke Platzierung im WM-Zeitfahren).Die Taktik: Italien kann es sich nicht leisten, auf den Zielsprint zu warten. Ihre Taktik wird ein cleveres, aggressives Forechecking sein. Sie werden versuchen, Fahrerinnen in gefährliche Zwischengruppen zu schicken, um die Niederlande und Belgien zur Nacharbeit zu zwingen, damit Longo Borghini in den letzten zwei Runden den entscheidenden, harten Punch setzen kann. 🇩🇪 Deutschland: Die Underdog-Rolle und taktische Geschlossenheit Die Ausgangslage: Das BDR-Aufgebot reist ohne die eine, alles überragende Favoritin an, schickt aber ein extrem geschlossenes und formstarkes Quintett um Franziska Koch (Bronze im EZF), Liane Lippert, Antonia Niedermaier und Ricarda Bauernfeind ins Rennen. Die Taktik: „Taktische Flexibilität“ ist das deutsche Stichwort. Da man nicht die Last hat, das Rennen kontrollieren zu müssen, wird das Team versuchen, in den ersten Runden des Stadtkurses Kräfte zu sparen und bei gefährlichen Vorstößen stark besetzter Gruppen präsent zu sein. Sie werden darauf spekulieren, dass sich die großen Blöcke (Niederlande/Belgien) gegenseitig neutralisieren oder uneinig sind, um mit Lippert oder Koch im Finale um die Medaillen zu pokern. 🇨🇦 Kanada & Weitere Einzelkämpferinnen: Die Gunst des Chaos nutzenTitelverteidigerin Magdeleine Vallières (Kanada) und Fahrerinnen wie Kasia Niewiadoma (Polen) oder Kim Le Court (Mauritius) besitzen keine riesigen Helferteams. Ihre Taktik muss rein reaktiv und opportunistisch sein: Sie werden direkt am Hinterrad von Vollering und Kopecky kleben und auf den Moment setzen, in dem die großen Teams taktische Fehler begehen, um genau wie im Vorjahr im entscheidenden Moment wegzuspringengregmann26-09-2026








