Demi Vollering geht in die Lüttich-Bastogne-Lüttich Femmes mit dem Ziel, einen aus ihrer Sicht „wirklich erfolgreichen“ Frühling abzurunden, doch ihr Fokus liegt nicht nur auf Ergebnissen.
Im Gespräch mit Cycling Pro Net am Vorabend des Rennens gewährte die Niederländerin entspannte und aufschlussreiche Einblicke in ihre Form und die Dynamik, die diese Ardennen-Woche prägt. „Es war eine wirklich erfolgreiche Frühjahrskampagne für das gesamte Team, deshalb freue ich mich sehr darauf, sie hier abzuschließen“, sagte Vollering.
Dieser Erfolg war in den ersten Monaten 2026 deutlich sichtbar. Vollering hat bereits Omloop Het Nieuwsblad, die Flandern-Rundfahrt und La Flèche Wallonne gewonnen und stand zudem beim Amstel Gold Race auf dem Podium. Das unterstreicht ihre Konstanz und Vielseitigkeit auf sehr unterschiedlichen Streckenprofilen.
Diese Freude erstreckt sich auch auf Lüttich selbst, ein Rennen, das sie besonders hoch einschätzt. „Ich liebe dieses Rennen immer sehr, deshalb freue ich mich darauf, es wieder fahren zu können, und ich werde es wirklich genießen“, fügte sie an, mit klarer Betonung auf dem Erlebnis ebenso wie auf dem Ergebnis.
Teamstärke und gemeinsamer Schwung
Vollerings Sieg beim
La Flèche Wallonne zu Wochenbeginn zeigte erneut die Tiefe der Unterstützung um sie herum. Das betonte sie nochmals, als sie die Rolle ihrer Teamkolleginnen mit Blick auf den Sonntag einordnete.
„Sie zu loben, ist das Mindeste. Ich fahre unglaublich gern mit ihnen Rennen, und sie geben wirklich ihr Bestes“, sagte sie. „Wir haben zusammen so viel Spaß und jagen schönen Erinnerungen hinterher, daher hoffe ich, dass wir am Sonntag eine weitere hinzufügen können.“
Dieses Motiv zieht sich durch Vollerings jüngste Auftritte. Die Ergebnisse sprechen für sich, doch ihre Konstanz ruht auf einer Struktur, die es ihr erlaubt, mit Kontrolle und Selbstvertrauen in die entscheidenden Momente zu kommen.
Demi Vollering during recon for Liege-Bastogne-Liege 2026
Eine Rivalität mit besonderer Note
Jenseits von Form und Teamstärke liegt ein spannender Aspekt der Lüttich-Vorbereitung in ihrer Rivalität mit
Puck Pieterse. In einem Peloton, das im Finale oft von Spannung geprägt ist, beschreibt Vollering eine andere Dynamik. „Wir scherzen während des Rennens immer miteinander“, sagte sie. „Ich glaube, wir haben denselben Humor.“
Diese Beziehung reicht bis in die Intensität des Wettkampfs hinein. „Auch im Rennen können wir noch ein bisschen herumalbern. Nicht jede im Feld ist so, aber wir fühlen, dass wir miteinander immer scherzen können“, erklärte Vollering.
Diese Leichtigkeit nimmt dem Wettkampf nichts. Im Gegenteil, sie schärft ihn. „Am Ende mache ich mit ihr immer Witze, und es ist immer eine gute Zeit, gemeinsam um den Sieg zu kämpfen, weil man spürt, dass sie es auf so spielerische Art macht“, fügte sie an und schloss: „Ich mag ihre Art zu fahren wirklich sehr.“
Mit dem Anrollen von Liège-Bastogne-Liège Femmes ist Vollering erneut die Fahrerin, die es zu schlagen gilt. Doch in einem Rennen, das oft von kleinen Margen und wechselnden Dynamiken entschieden wird, verleiht die Präsenz einer Rivalin, die sie respektiert und gegen die sie gern fährt, einem ohnehin prägenden Ardennen-Moment eine zusätzliche Dimension.