Filippo Baroncini lieferte eine der herausragenden Leistungen der Vuelta a Asturias bislang ab und sprintete auf der 3. Etappe in Vegadeo auf Rang zwei – nur wenige Monate nach dem schweren Sturz, der Karriere und Gesundheit gleichermaßen gefährdete.
Der UAE Team Emirates-XRG-Profi führte die Verfolgung an und kam mit 26 Sekunden Rückstand ins Ziel – ein großer Schritt zurück an die Spitze des Sports. Edgar Cadena rettete sich zuvor nach 157 km von Figueras mit einem Überraschungssieg solo ins Ziel.
Die Etappe war von Beginn an offensiv, wiederholte Anläufe auf eine Flucht wurden rasch vereitelt. Aktionen mit Fahrern wie Urko Berrade sowie Konstellationen um Aimar Tadeo und Lennart Voege wurden neutralisiert, da das Feld keinen frühen Vorteil zulassen wollte.
Schließlich setzte sich eine starke Siebenergruppe ab. Nil Gimeno, Iuri Leitao, Carlos García Pierna, Nicolás Alustiza, Miguel Heidemann, Matthew Walls und Eduardo Pérez-Landaluce erarbeiteten sich über drei Minuten Vorsprung, während das Movistar Team dahinter die Nachführarbeit übernahm.
Rennen explodiert an den Anstiegen, UAE erhöht den Druck
Der Alto de la Bobia formte das Rennen neu und reduzierte die Spitze auf Gimeno, García Pierna und Alustiza. 39 Kilometer vor dem Ziel attackierte García Pierna, distanzierte seine Begleiter und fuhr solo voran. Auf der Abfahrt des Alto de Orouso wurde sein Vorstoß durch einen Sturz unterbrochen, doch er konnte wieder aufsitzen und weitermachen – die Chance blieb intakt.
Dahinter prägte eine anhaltende Offensive von UAE Team Emirates-XRG das Geschehen. Das Tempo zog deutlich an, die Mannschaft wollte Gesamtführenden Nairo Quintana isolieren. Wiederholte Attacken zogen die Gruppe in die Länge und zwangen den Movistar-Kapitän zu Reaktionen. Quintana konterte jede Beschleunigung selbst und behielt die Kontrolle, während Movistar das Terrain nutzte, um den Druck hochzuhalten.
Cadena nutzt seine Chance, Baroncini führt die Verfolgung an
Die entscheidende Aktion fiel 23 Kilometer vor dem Ziel, als Edgar Cadena zu García Pierna aufschloss und unmittelbar danach alleine weiterzog. Während die Favoriten dahinter in einem taktischen Ringen feststeckten, hielt der Abstand länger als erwartet. Baroncini kristallisierte sich als stärkster Verfolger heraus, investierte voll in den Schlusskilometern und distanzierte den Rest der Gruppe.
Trotz deutlicher Annäherung erreichte er Cadena nicht mehr. Der Mexikaner überquerte solo die Linie und holte den Etappensieg. Baroncini folgte 26 Sekunden später als Zweiter, Jermaine Zemke komplettierte das Podium.
Für Baroncini markiert das Ergebnis einen wichtigen Meilenstein. Es unterstreicht seine Rückkehr in den Hochleistungswettkampf nach monatelanger Genesung und signalisiert seine wachsende Rolle bei UAE Team Emirates-XRG im weiteren Verlauf der Saison.